„Kein Grund, die Photovoltaik weiter zu deckeln“

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„Es gibt keinen Grund mehr, die Photovoltaik weiter zu deckeln.“ Das sagt der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) als Reaktion auf die positive Bewertung der PV-Ausschreibungen durch das Bundeswirtschaftsministerium (EUWID 20/2017).

Das jährliche Auktionsvolumen sollte zeitnah „in einem ersten Schritt verdreifacht werden“. Die sei erforderlich, um die Klimaschutzziele doch noch zu erreichen und den wachsenden Ökostrombedarf – nicht zuletzt für die Elektromobilität – effizient und verbrauchsnah zu decken. „Eine weitere Kostensenkung von Solarstrom ist möglich, wenn gleichzeitig die Größen- und Standortbeschränkungen für neue Solarparks gelockert werden.“

“Nicht zielführend, Solar- und Windkraft künftig gegeneinander in den Wettbewerb zu stellen”

Nicht zielführend sei es, Solar- und Windkraft künftig gegeneinander in den Wettbewerb zu stellen, wie es von der Europäischen Union ab 2018 in einer ersten Pilotausschreibung gefordert wird. „Für eine erfolgreiche und kosteneffiziente Energiewende brauche es zwei tragende Säulen: Windkraft und Solarenergie.“ Nach übereinstimmender Einschätzung des Bundesverbandes Solarwirtschaft und des Bundesverbandes Windenergie (BWE) werde es nicht gelingen, im Rahmen einer gemeinsamen Ausschreibung – mit verträglichem Komplexitätsgrad – faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen, die einen ausgewogenen Mix erneuerbarer Energien sicherstellen. „Sinnvoller wäre es, ergänzend zu technologiespezifische Ausschreibungen die Kombination verschiedener EE-Technologien auf geeignete Weise anzureizen.“

“Beteiligung von Bürgerenergie auch an größeren PV-Projekten wieder ermöglichen”

Um die hohe Akzeptanz der Energiewende in der Bevölkerung zu sichern, sei es nach BSW-Einschätzung schließlich wichtig, die Beteiligung von Bürgern und Energiegenossenschaften auch an größeren Photovoltaikprojekten wieder zu ermöglichen. Im Rahmen des aktuellen Ausschreibungsdesigns hätten diese gegenüber professionellen Investoren mit entsprechenden Portfolio-Vorteilen „kaum eine Chance, Projekte zu gewinnen“.

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