Kärnten stellt eine Mio. € für Photovoltaik-Ausbau bereit

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Solar-Photovoltaik-Dachanlage
Quelle für Symbolbild: Elenathewise - stock.adobe.com

Das österreichische Bundesland Kärnten startet am 1. Juni eine Photovoltaik-Offensive auf öffentlichen Gebäuden. Das teilten Umwelt- und Klimaschutzreferentin Landrätin Sara Schaar gemeinsam mit Gemeindereferent Landrat Daniel Fellner in einer digitalen Pressekonferenz mit. Damit werde ein weiterer wichtiger Schritt zur Steigerung der Energieeffizienz in Kärnten gesetzt, der es Gemeinden ermöglicht, nahezu kostenneutral klimarelevante Projekte voranzutreiben.

„In der COVID-19-Krise ist es wichtig, so schnell wie möglich wieder regionale und nachhaltige Investitionen zu tätigen und Projekte zu fördern, die für die Gemeinden und damit auch für die Bürgerinnen und Bürger von Nutzen sind“, sagte Schaar. „Die Umsetzung des Photovoltaik-Ausbaus auf öffentlichen Dächern ist eine weitere wichtige Maßnahme im Rahmen der Klima-Agenda Kärnten und entspricht zudem den Zielen des Energiemasterplans und des Regierungsprogramms“. Ziel der Klima-Agenda Kärnten ist eine CO2-Reduktion um 36 Prozent bis zum Jahr 2030 im Vergleich zum Referenzjahr 2005 sowie die Erreichung der bilanziellen Klimaneutralität bis 2050.

„Wir werden bei allen künftigen Investitionspaketen auf die Nachhaltigkeit der eingesetzten Mittel achten, am besten geeignet sind Investitionen in den Klimaschutz. Die Photovoltaik-Offensive zeigt auf, wie ein nachhaltiger Weg bei Konjunkturpaketen aussehen muss. Wir schauen darauf, dass sich die Gemeinden nicht nur langfristig etwas ersparen können, sondern dass dabei für alle etwas Gutes für unser Klima und die Umwelt entsteht“, sagte Fellner.

Bis 2030 wird zusätzliche Kollektorfläche von 4,4 m² benötigt

Mit der neuen Förderungsrichtlinie „Förderung Photovoltaik kommunaler Gebäude Kärnten 2020“ wird die Nutzung des Potentials zur klimaneutralen Stromerzeugung auf bzw. an öffentlichen Gebäuden forciert. Gemeint sind damit Gebäude im Eigentum von Gemeinden oder Betrieben, die sich überwiegend im Eigentum von Gemeinden befinden, und Strom für den Eigenverbrauch erzeugen. Bis 2030 wird ein erhöhter Bruttostrombedarf von 0,6 TWh erwartet. Dieser Mehrbedarf an erneuerbaren Strom ist unter anderem durch zu installierende PV-Anlagen auf Dächern realisierbar. „Dafür benötigen wir bis 2030 eine zusätzliche Kollektorfläche von 4,4 km². Das Land Kärnten nimmt als Vorreiter dafür eine Million Euro in die Hand“, bekräftigte Umwelt- und Klimaschutzreferentin Schaar.

Die PV-Anlagen gehen außerdem nach zehn Jahren in das Eigentum der Gemeinden über. „Ziel ist es, dass die Gemeinden eine kurze Zeit der Finanzierung haben. So sind sie auch rascher wieder investitionsfähig. Durch die PV-Offensive ergeben sich auch Vorteile für die heimische Wirtschaft, da regionale Wertschöpfung entsteht“, meinte Schaar.

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