Juwi erhält Zuschlag für Wind-Speicher-Projekt in Innovationsausschreibungen

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juwi-Hauptsitz in Wörrstadt (Bildquelle: juwi)

Die juwi-Gruppe hat bei der ersten Innovationsausschreibung insgesamt vier Zuschläge erhalten, darunter das einzige Projekt, bei dem Windenergie und Speicher in einer Anlagenkombination zum Einsatz kommen. Das Projekt befindet sich im Landkreis Uckermark und besteht aus zwei Windrädern und einem Lithium-Ionen-Speicher. Realisiert werden soll das Projekt bis 2022.

Hinweis: Der Artikel vom 30. September wurde um Informationen zu weiteren erfolgreichen Bietern und Projekten ergänzt. Die Liste mit sämtlichen Zuschlägen kann auf den Seiten der Bundesnetzagentur aufgerufen werden.

Weitere Zuschläge gab es für eine Anlagenkombinationen aus Solarenergie und Speicher im Neckar-Odenwald-Kreis (Baden-Württemberg) sowie zwei Solarprojekte, die auf eine Vergütung per fixer Marktprämie setzen. Eine PV-Anlage befindet sich im Landkreis Kusel (Rheinland-Pfalz), die andere Anlage im Landkreis Ostprignitz-Ruppin (Brandenburg).

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„Insbesondere der Zuschlag für die Windenergie-Speicher-Kombination zeigt unsere innovativen Ansätze für die Netzintegration erneuerbarer Energien“, sagt juwi-Vorstand Michael Class. Bereits im Jahr 2018 gehörte juwi bei den Ausschreibungen für Windenergie an Land zu den Unternehmen mit den meisten Zuschlägen.

Juwi bringt Know-how aus internationalen Hybridprojekten ein

Bei der Konzipierung der Projekte mit Speicherkomponente habe juwi auch seine Erfahrung aus internationalen Hybrid-Projekten nutzen können. In Australien sowie den USA hat juwi bereits einige Hybrid-Vorhaben errichtet, bzw. entwickelt; darunter das renommierte Sandfire-Projekt: juwi installierte im Jahr 2017 das damals weltweit größte Solar-Hybrid-System für die DeGrussa Kupfermine in Westaustralien. Das System reduziert den CO2-Ausstoß des Bergwerks um jährlich 12.000 Tonnen und spart 5.000.000 Liter Diesel pro Jahr ein. Jüngst berichtete die Gruppe auch von einem PPA-Projekt in Colorado. Hier wird eine 175-MW-PV-Anlage mit einem 25-MW-Batteriespeicher kombiniert.

Sogar sechs Zuschläge bei den Innovationsausschreibungen konnte der Projektierer ABO Wind für sich verbuchen. Das Unternehmen erhielt für drei Freiflächen-Solarparks sowie drei Kombinationsprojekte aus Photovoltaik und Batteriespeichern den Zuschlag. Insgesamt haben die Projekte eine Leistung von 20 Megawatt und sollen 2021 und 2022 ans Netz gehen. Zu den großen Gewinnern der Ausschreibungsrunde gehört auch die Enerparc-Gruppe mit sieben Zuschlägen, darunter zwei PV-Speicher-Kombiprojekte. Ebenfalls sieben Zuschläge erhielt das bayerische Solarunternehmen OneSolar. Das Unternehmen aus Eching bei München konnte sich mit reinen PV-Projekten durchsetzen.

Wemag mit 20 MW Speicherleistung in Ausschreibung erfolgreich

Der Mecklenburger Energieversorger Wemag erhielt im Rahmen der Innovationsausschreibung Zuschläge für drei Projekte mit einer Speicherleistung von 20 MW. Die Solar-Speicher-Kombinationen haben in den Projekten insgesamt eine Leistung von 80 MW, berichtet das Unternehmen. Errichtet werden die neuen Solarspeicherparks an drei Standorten in Mecklenburg-Vorpommern.

Als Speicher kommt die selbstentwickelte Wemag-Batterie-Station WBS 2000 zum Einsatz. Die kompakte Speicherstation in Größe einer Schaltstation wird seit 2018 vom Unternehmen gebaut. Im September hat das Unternehmen mit Kunden zwei WBS-Projekte in Berlin und Friedland in Betrieb genommen. Bislang wurden Speicherstationen von 250-750 kW errichtet, für die Umsetzung der Innovationsausschreibung wird die WBS2000 erstmalig eingesetzt. Die Speicherkapazität wird 2.000 kWh je Station betragen, insgesamt werden 10 Stationen für die Speicherparks errichtet.

„Durch die eigene Fertigung der Speicherstationen konnten wir Kostenvorteile erzielen und uns so gegenüber vielen Wettbewerbern durchsetzen“, sagt Torsten Hinrichs, Geschäftsführer der Wemag Projektentwicklung GmbH. Mit den erzielten Zuschlägen von 80 MW habe man rund 4 Prozent des Ausschreibungsvolumens sichern können. Die Realisierung der Projekte erfolgt in den kommenden drei Jahren.

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