Nachdem die FDP die Jamaika-Sondierungen hat platzen lassen, ist die Formierung einer neuen Bundesregierung derzeit nicht in Sicht. Wichtige Fragen zur Energiewende und zum Klimaschutz können damit vorerst auf Bundesebene nicht adressiert werden. Die Energiewende in Deutschland wird aber nicht ausschließlich in Berlin gemacht. Auch in den Bundesländern gibt es viele Stellschrauben und teils sehr unterschiedliche Ansätze, wie man den Ausbau der erneuerbaren Energien und den Umbau des Energiesystems voranbringen kann.

Der Titel von EUWID Neue Energie 47/2017 widmet sich der Entwicklung der Energiewende in den Bundesländern. Zu dem Thema haben die Forschungsinstitute DIW und ZSW im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) eine detaillierte Analyse erstellt. Anhand von 59 Indikatoren wird bewertet, was die Länder bereits erreicht haben, aber vor allem auch, welche Anstrengungen sie unternehmen, um bei der Energiewende voranzukommen. Vorne im Ranking steht Baden-Württemberg, das sich mit hohem politischem Input seit der letzten Erhebung an der Konkurrenz vorbeigeschoben hat.

Auch IEA erkennt inzwischen tragende Rolle der erneuerbaren Energien an

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EUWID Neue Energie 47/2017 ist am 22. November erschienen.

Die Energiewende in Frage stellt heute kaum mehr jemand, der sich mehr als nur oberflächlich mit der Thematik befasst – zu günstig ist inzwischen die Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie. Nur über das Tempo, in dem fossile Energien durch regenerative Energieträger ersetzt werden, wird gestritten. Auch die Internationale Energie-Agentur (IEA), die in ihrem jährlich publizierten World Energy Outlook lange Zeit keine tragende Rolle für die erneuerbaren Energien erkennen wollte, betont inzwischen die durch massive Kostensenkungen erreichten großen Ausbauperspektiven.

Themen von EUWID NE 47/2017
Alle Themen von EUWID Neue Energie 47/2017 im Überblick.

Was der Ausbau von Wind- und Solarerzeugung für die sonstige Energieinfrastruktur wie Speicher und Backup-Kapazitäten bedeutet, damit befasst sich eine aktuelle BNEF-Studie. Die wichtigsten Ergebnisse haben wir hier für Sie zusammengestellt.

In der Ausgabe 47/2017 haben wir wieder eine ganze Reihe von Berichten verfasst, mit denen unsere Leser die entscheidenden wirtschaftlichen Entwicklungen rund um den Umbau des Energiesystems im Blick behalten.

Auf folgende Berichte möchten wir Sie diesmal besonders aufmerksam machen:

1. Crowdinvesting für die Bioenergie: Solarenergie Ulm kauft Pelletwerk

Die Solarenergie Ulm GmbH & Co. KG erweitert ihr Geschäftsmodell nach anfänglichem Fokus auf Solarenergie um Bioenergie. Um hier voranzukommen setzt das Unternehmen auf das Crowdfunding als Instrument. „

2. Blockchain in der Energiewirtschaft: Immer mehr Pilotprojekte gehen an den Start

Das Thema Blockchain wächst in der Energiewirtschaft allmählich aus dem rein visionären Bereich heraus. In Österreich haben die Energieunternehmen Salzburg AG und Verbund jetzt gleich mehrere Vorhaben gestartet.

3. “Es läuft ein Rennen um die Entwicklung und Bereitstellung flexibler Ressourcen”

Es läuft ein Rennen um Entwicklung und Bereitstellung flexibler Ressourcen, die Wind- und Solarstrom ergänzen. Das betonte BNEF-Chefanalyst Albert Cheung anlässlich der Präsentation einer neuen Studie.

4. Österreich: Ministerium veröffentlicht Einspeisetarife für Erneuerbaren-Strom

Das österreichische Wirtschaftsministerium hat jetzt den Entwurf für die Ökostrom Einspeisetarifverordnung in Begutachtung geschickt. Die Windbranche kritisiert eine „überdimensionale Reduktion“ der Einspeisetarife.

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