IWES-Studie sieht energiewirtschaftliche Notwendigkeit zum Erhalt des Biogasparks

1688

Ein optimierter Biogasanlagenpark könnte 2030 eine wichtige Rolle im Energiesystem spielen, sofern die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Zu dieser Einschätzung gelangt das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) als Zwischenergebnis in dem Gutachten „Stromerzeugung aus Biogas“, das es im Auftrag des Fachverbands Biogas erstellt. Zu den Herausforderungen, die Biogasanlagen erfüllen müssen, zählt das IWES die Erzeugung von Residuallast und die Erbringung von Systemdienstleistungen im Stromsektor sowie einen Beitrag zur Energiewende im Wärmesektor. Die jetzt erschienene Ausgabe 8/2016 von EUWID Neue Energie widmet den Potenzialen der Bioenergie für eine erfolgreiche Energiewende den Titelbericht. Mit 101 Nachrichten, Berichten und Analysen zur Energiewende gibt die am 24. Februar veröffentlichte Ausgabe einen aktuellen Überblick über alle wichtigen Entwicklungen der vergangenen Tage. Bei einem weiteren Ausbau von Wind- und Solarenergie müssten Biogasanlagen künftig zunehmend Systemdienstleistungen anbieten, etwa Regelenergie zur Frequenzerhaltung oder Blindleistung zur Spannungserhaltung. In einem in der Studie entwickelten Szenario eines optimierten Biogasanlagenparks würde die Präqualifikation von Regelleistung stark ausgebaut. Im Jahr 2030 könnten so 6,3 GWel negative sowie 6,3 GWel positive Regelenergie angeboten werden. Der Biogasanlagenpark hätte somit rund 68 Prozent der benötigten negativen Regelleistung sowie 56 Prozent der benötigten positiven Regelleistung im Jahr für die Regelleistungsversorgung präqualifiziert. Die Bioenergie hat es gegenwärtig auch im Bereich der festen und flüssigen Brennstoffe nicht leicht. Ein Grund sind die niedrigen Öl- und Gaspreise. Biomasse-Anlagen, die über einen Not- oder Spitzenlastkessel für fossile Brennstoffe verfügen, würden derzeit verstärkt Öl oder Gas und folglich weniger Biomasse nutzen, erläuterten EUWID-Gesprächspartner im Zuge der aktuellen Marktbefragung im Bereich NawaRo-Holz. Teilweise seien Kunden für die Abnahme von Waldhackschnitzeln und Landschaftspflegeholz angesichts der aktuellen Preissituation erst einmal aus dem Markt verschwunden. In Verbindung mit einem hohen Angebot sind dann auch die Preise für NawaRo-Holz gesunken. Den kompletten Marktbericht finden Abonnenten von EUWID Neue Energie im aktuellen Heft. Eine andere Technologie, die für das Angebot von Systemdienstleistungen geradezu prädestiniert ist, sind die Energiespeicher. Das Bundeswirtschaftsministerium hat jetzt die Wiederauflage des Solarspeicher-Fförderprogramms mit Beginn des Monats März bekannt gegeben. Und die Systemdienlichkeit steht nunmehr auch im Fokus des Förderprogramms. Um Netze zu entlasten und höhere Standards bei Batteriespeichern zu setzen, dürfen geförderte Anlagen künftig lediglich die Hälfte der Spitzenleistung einer PV-Anlage ins Netz speisen, der Rest kann in der Batterie zwischengespeichert werden. Die Verpflichtung zur Leistungsbegrenzung bestehe dabei dauerhaft für die gesamte Lebensdauer der Solaranlage, also auch nach einer Außerbetriebnahme des Speichers.

Unternehmen und Institutionen in der aktuellen Ausgabe (Auswahl): AEE, Ampard, BAFA, BEE, BWE, BDBe, BDH, BDEW, bne, BBEn, Conergy, Daldrup & Söhne, DUH, DEPV, DVGW, DLR, digimondo, E.ON, EEX, EnBW, Energiekontor, e2m, EWE, E-world, Fachverband Biogas, Fraunhofer IWES, German Pellets, Grundgrün, Hanrath, IWR, KfW, Luxcara, Messe Essen, Naturstrom, Öko-Institut, Rheinenergie, Siemens, Statkraft, SCA, Trianel, TU Braunschwerig, Uniper, VKU, Vodafone, Wilken, ZSW.

Graphiken und Tabellen in der aktuellen Ausgabe (Auswahl): EUWID-Marktbericht für NawaRo-Holz, DEPV-Verbraucherpreise für Holzpellets, Preise für Biodiesel, Großhandelspreise für Getreide und Ölsaaten, Windenergieeinspeisung, Marktdaten Windenergie, Solareinspeisung, Renixx World, Ökostromtarife, Rohstoffpreise, Heizölpreise, Grenzübergangspreis für Erdgas.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein