IWES: 2017 durchschnittliches Offshore-Windjahr für die Deutsche Bucht

96

Das Offshore-Windjahr 2017 für die Deutsche Bucht war durchschnittlich. Das geht aus dem jetzt veröffentlichten „Offshore Wind Energie Index 2017“ (Froenix) des Fraunhofer-Instituts für Windenergiesysteme (IWES) hervor. Dieser gibt Aufschluss darüber, wie hoch der im Jahresverlauf maximal erreichbare natürliche Ertrag des Windes war.

Die Gesamtbilanz des vergangenen Jahres betrug dem IWES zufolge zwischen -2.0 bis +0.9 Prozent gegenüber den Vergleichsjahren 2007-2016.

IWES_Offshore Wind Index 2017
Quelle: Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme (IWES)

Im Jahr 2017 seien besonders die Monate Januar sowie Juli bis September mit einem stark unterdurchschnittlichen Ertrag aufgefallen: sie blieben bis zu 20 Prozent hinter dem 10-Jahres-Vergleichszeitraum zurück. Jedoch konnten die sehr windreichen Monate Februar, Mai und insbesondere Oktober die negative Bilanz der windschwachen Monate ausgleichen, heißt es von Seiten des IWES.

Küstennahe Cluster weisen leicht negative Windindizes auf

Die auftretende regionale Differenz sei auf die unterschiedliche Verlagerung der Offshore-Windfelder sowie den Küsteneinfluss zurückzuführen: Windparkcluster mit größerer Entfernung zur Küste wiesen positive, die küstennäheren Cluster leicht negative Windindizes auf. Dies belegte auch der Abgleich der Simulationsergebnisse von Froenix mit den Leistungsdaten von mehreren Offshore-Windparks in der Deutschen Bucht.

Der „Offshore Wind Energie Index“ wird jährlich im Frühjahr/Sommer aktualisiert und ist online einsehbar. Die Auswertung soll Betreiber dabei unterstützen, Leistungsverluste zu quantifizieren, Ursache zu ermitteln und diese abzustellen. Detaillierte Daten wie Zeitreihen, Windfelder und Statistiken stellt das Fraunhofer IWES auf Anfrage zur Verfügung.

Basierend auf den Ergebnissen dieser Windfeldanalysen bietet das Institut eigenen Angaben zufolge Interessierten vielfältige Möglichkeiten, Windparkerträge und -effizienzen zu evaluieren. Dazu gehören beispielsweise Ertragsstudien und Leistungskurvenbewertungen, Offshore-Windmessungen und numerische Simulationen der Interaktion von einzelnen Windenergieanlagen, gesamten Windparks und Windparkclustern.

In unserem Premium-Bereich lesen Sie auch:

BNetzA: Norddeutsche Bundesländer hatten 2017 den höchsten Abregelungsanteil

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein