Irland: Biomethan-Potenziale sollen genutzt werden

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Mit dem Forschungsprojekt GreenGasCert legt Irland die Basis für einen nationalen Markt für grüne Gase. Ziel des Projektes ist es, ein Zertifizierungssystem für Biogas zu erarbeiten sowie die Herkunft und Eigenschaften von erneuerbaren Gasen zu erfassen, berichtet die Deutsche Energie-Agentur (dena), die in das Vorhaben ihre Erfahrungen aus dem Aufbau und Betrieb des deutschen Biogasregisters einbringt.

Gemeinsam mit dem Deutschen Biomasseforschungszentrum, Gas Networks Ireland, der University of Cork und dem Renewable Gas Forum Ireland erarbeitet die dena ein Konzept für ein Biogaszertifizierungssystem für den irischen Energiemarkt. Dieses soll sowohl europäische Standards, Best-Practices aus Deutschland als auch die irischen Marktgegebenheiten berücksichtigen. Gefördert wird das Projekt mit einer Laufzeit von zwölf Monaten vom irischen International Energy Research Centre (IERC).

Landwirtschaftliche Prägung macht Irland zu einem geeigneten “Biogas-Land”

Irland hat als landwirtschaftlich geprägtes Land einen hohen Anteil an Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft und zugleich ein großes Potential für Biogas, das zu Biomethan aufbereitet zukünftig verstärkt fossiles Erdgas ersetzen soll. Biomethan reduziere als erneuerbare Energie CO2-Emissionen und sorge für eine verlässliche Energieversorgung. Dies setze jedoch eine einheitliche Zertifizierung von Biogasquellen voraus. Ziel von Biogasregistern ist es, Standards zur Dokumentation von Herkunft und Eigenschaften der eingesetzten Rohstoffen zu schaffen. „Einheitliche Standards schaffen Vertrauen in die Biomethanproduktion und schaffen Transparenz über die Produktion und Nutzung von Biomethan“, betont die dena. In Deutschland betreibt die dena seit 2011 das deutsche Biogasregister. Dieses deckt aktuell über 80 Prozent des deutschen Biomethanmarktes ab.

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