„Ionity“ soll europäisches Schnellladenetz voranbringen

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Die Chefs von Ionity: COO Marcus Groll (links) & CEO Michael Hajesch (rechts). (Quelle: Ionity)

BMW, Daimler, Ford und der VW Konzern mit den Marken Audi und Porsche haben jetzt das Gemeinschaftsunternehmen Ionity gegründet. Ziel der gemeinsamen Aktivitäten ist der Ausbau des „leistungsstärksten Schnellladenetzes für Elektrofahrzeuge in Europa“, wie es seitens der Unternehmen heißt. Bereits Ende 2016 hatten die Unternehmen eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet.

Die Errichtung und der Betrieb von insgesamt rund 400 Schnellladestationen bis 2020 seien wichtige Schritte, um Elektromobilität auch auf Langstrecken zu gewährleisten und sie damit im Markt zu etablieren. Der Aufbau der ersten zwanzig Stationen soll noch im laufenden Jahr starten. Das neue Unternehmen mit Sitz in München habe nun die Geschäftstätigkeit aufgenommen. Michael Hajesch (CEO) und Marcus Groll (COO) übernehmen die Geschäftsführung des Joint Ventures (JV). Das Ionity Team soll Anfang 2018 rund 50 Mitarbeiter umfassen und sukzessive ausgebaut werden.

Erste Stationen an Autobahnen und Hauptverkehrsachsen geplant

Die ersten Stationen sollen an Autobahnen und Hauptverkehrsachsen in Deutschland, Norwegen und Österreich errichtet werden. Sie werden den Angaben zufolge öffentlich zugänglich sein und mit einer Entfernung von etwa 120 km zueinander liegen. Dabei setze Ionity auf die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern wie Tank & Rast, Circle K sowie OMV. Die europaweite Skalierung auf über hundert Schnellladestationen soll dann 2018 folgen.

Jede Schnellladestationen wird den Planungen zufolge über mehrere Ladesäulen verfügen. Dadurch erhielten Kunden bis 2020 „marken- und leistungsunabhängig“ Zugang zu Tausenden von HPC-Ladepunkten. Das HPC-Netzwerk verwendet den europäischen Ladestandard Combined Charging System (CCS). Die Ladeleistung von bis zu 350 kW pro Ladepunkt ermögliche entsprechend ausgelegten Fahrzeugen eine deutlich kürzere Ladezeit im Vergleich zu heute verfügbaren Systemen. Die Offenheit des Systems und die europaweite Verbreitung sollen helfen, die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen „deutlich zu erhöhen“.

Gründungspartner beteiligen sich zu gleichen Teilen an Joint Venture

Die Gründungspartner BMW Group, Daimler AG, Ford Motor Company und der Volkswagen Konzern mit Audi und Porsche beteiligen sich zu gleichen Teilen an dem JV. Weitere Automobilhersteller seien ebenso willkommen, sich aktiv am Ausbau des HPC-Netzwerks zu beteiligen.

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