Die weltweiten Investitionen in erneuerbare Energien sind im vergangenen Jahr um ein Prozent gestiegen. Angesichts der weiter gesunkenen Kosten insbesondere in den Bereichen Wind und Solar bedeutet das stabile Investitionsniveau, dass deutlich mehr Leistung ans Netz gegangen ist. In Deutschland ist das Investitionsvolumen allerdings um 30 Prozent gesunken.

Die jüngsten Daten der Marktforscher von BloombergNEF haben wir auf dem Titel der jetzt erschienenen Ausgabe 4.2020 von EUWID Neue Energie ausgewertet. Die in den Daten aufgezeigte massive Bremswirkung mit Blick auf die deutsche Energiewende ist durchaus alarmierend. Nur noch 4,4 Mrd. US-Dollar wurden 2019 in den Ausbau der grünen Energieerzeugung investiert. Angesichts der Klimaschutzziele ein Trend, der schnell umgekehrt werden müsste.

Inwiefern die aktuellen Entwicklungen eine solche Umkehrung unterstützen, bleibt abzuwarten. Der Kohleausstiegspfad hat gegenüber dem Kohlekompromiss durchaus spürbare Änderungen bei der Reihung der Kohlekraftwerke festgezurrt, die aus dem Markt ausscheiden. Stirnrunzeln hat nicht zuletzt die Entscheidung hervorgerufen, das Kraftwerk Datteln 4 noch in Betrieb zu nehmen. Naturstrom-Chef Banning spricht dann auch von einem „energiewirtschaftlichen Foulspiel par excellence“.

Zu einem unzureichenden Ausbau kommt im kommenden Jahr noch die Gefahr eines schleichenden Rückbaus, wenn die ersten Anlagen aus dem 20-jährigen EEG-Förderzeitraum fallen. Der Ökoenergiezertifizierer Grüner Strom Label hat sich Gedanken dazu gemacht, wie auch Post-EEG-Anlagen durch eine Überarbeitung der Förderrichtlinien unterstützt werden könntn. Den Bericht lesen Sie hier. (Nachweis für Beitragsbild: vencav / Fotolia)

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