Intersolar: PV-Branche demonstriert Selbstbewusstsein und Optimismus für die Zukunft

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Während in Deutschland Unternehmen und Verbände der Solarbranche mit gequälten Gesichtern die Entscheidung der Regierung über die bevorstehende Förderkürzung im Bereich Solar erwarten, sehen große internationale Solarkonzerne der Zukunft positiv entgegen. „Wir, als Industrie, sollten uns unabhängig machen von Einzelmärkten. Es wird immer Veränderungen der Rahmenbedingungen geben – diese Volatilität ist normal. Unsere Industrie ist allerdings soweit das auszuhalten“, sagte Jens Meyerhoff vom US-amerikanischen Modulhersteller First Solar im Rahmen einer CEO-Diskussionsrunde auf der Branchenmesse „Intersolar“. Auch Klaus Gehrlicher, CEO der Gehrlicher Solar AG sagte mit Blick auf die in Deutschland anstehende Förderkürzung für die Photovoltaik: „Die deutsche PV-Industrie kann auch mit den aktuell geplanten EEG-Änderungen leben.“

Nach Ansicht von Meyerhoff ist ein Großteil der Solarförderkürzungen in der EU eine Antwort auf die Industrie. Diese sei in den vergangenen Jahren massiv gewachsen und habe allmählich Überkapazitäten bei der Produktion aufgebaut. Dies sei auch bei einigen deutschen Unternehmen der Fall. Nun gelte es die Ausbaupläne langsamer als bisher geplant in die Tat umzusetzen. Peter Xie, CEO des chinesischen Herstellers Hanwha SolarOne, bestätigte dies auch für den chinesischen Markt. Zwar sei China in 2011 und vermutlich danach ein wichtiger Markt für die Photovoltaikbranche, dennoch gebe es bei vielen Produkten keine nachhaltige Kostenstruktur. Dies machten auch immer häufiger bei Projektfinanzierungen hinzugezogene Banken deutlich. So seien insbesondere US-Banken sehr wählerisch und akzeptierten nur bestimmte Modul- und Zellproduzenten aus China, erläuterte Xie. Er gehe daher davon aus, dass von der Vielzahl der in den vergangenen zwei Jahren neu gegründeten Solarfirmen nur einige Unternehmen in China überleben werden. Der BSW-Geschäftsführer Carsten Körnig hingegen, ist trotz der starken Konkurrenz aus China zuversichtlich, die Produktion auch am Standort Deutschland weiter ausbauen zu können.

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