Intelligentes Industriekraftwerk entscheidet selbst über Einsatz

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In einem grundlegend modernisierten Industriekraftwerk in Grenzach-Wyhlen wird der Energiebedarf von Kunden mit dem Strommarkt gekoppelt. Ermöglicht durch das neue E.ON-Programm „IQ CHP – Das intelligente Kraftwerk“ entscheidet das Kraftwerk künftig selbst, wieviel Energie es zu welchem Zeitpunkt produziert.

Wie der Energiekonzern anlässlich der Inbetriebnahme mitteilt, haben E.ON und DSM Nutritional Products, ein weltweit tätiges Unternehmen in den Bereichen Ernährung und Gesundheit, das Kraftwerk im Dreiländereck bei Basel modernisiert. In den nächsten Monaten wollen die Partner Digitalisierung und Automatisierung Schritt für Schritt umsetzen.

Das intelligente Kraftwerk soll rund um die Uhr Echtzeitinformationen aus der Produktion verarbeiten und sie mit dem Strommarkt abgleichen. Je nach Situation legt die Anlage fest, ob es Energie allein für die Produktion einsetzt oder zusätzlich am Strommarkt teilnimmt. Auf der Datenbasis erstellt eine Optimierungssoftware auch eine Prognose für den Fahrplan des nächsten Tages.

Automatisierungsgrad erhöht

Zusätzlich wird der Automatisierungsgrad der Anlage deutlich erhöht, was den Angaben zufolge zu einer noch besseren Verfügbarkeit, erhöhter Prozessstabilität und schnelleren Reaktionszeiten führt. Das System kann dann zu einer frühzeitigen Störungserkennung und -analyse genutzt werden, was für eine zustandsorientierte Instandhaltung eingesetzt werden kann. Das schaffe höchstmögliche technische Verfügbarkeit und maximale Energieeffizienz bei reduzierten CO2-Emissionen.

Beitrag für Netzstabilität

„Wir sehen es als Auszeichnung, dass sich komplexe Infrastrukturen wie die Chemieindustrie auf E.ON als Energiepartner verlassen. Das Beispiel DSM zeigt, wie wir gemeinsam mit den Kunden Fortschritte erzielen, die jeder für sich allein nie erreicht hätte. Wir möchten unser System in vielen Kraftwerken installieren. Es macht unsere Kunden wettbewerbsfähiger. Zusätzlich leisten sie einen Beitrag für Netzstabilität und Klimaschutz“, so der CEO von E.ON Connecting Energies, Anthony Ainsworth.

Im Rahmen der Modernisierung des Kraftwerks wurde unter anderem eine hochmoderne Gasturbine mit einer elektrischen Leistung von 22 MW, eine Dampfturbine mit 8 MW elektrischer Leistung sowie ein neuer Spitzenlastkessel installiert.

Bei der Digitalisierung der Energiewende bestehen noch große Herausforderungen

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