Insolvente Senvion-Tochter Euros an US-Investor verkauft

140
Bildnachweis: Senvion

Die „Euros – Entwicklungsgesellschaft für Windkraftanlagen GmbH“, die zum invsolventen Windenergiekonzern Senvion gehörte, ist an einen strategischen Investor aus den USA verkauft worden. Das Unternehmen hatte vor sechs Wochen ebenfalls Insolvenz angemeldet, konnte nun aber zügig an die TPI Composites Inc. mit Hauptsitz in Scottsdale, Arizona, übertragen werden.

Das Unternehmen gehört zu den größten Herstellern von Windkraft-Rotorblättern in den USA und ist in allen wichtigen weltweiten Märkten aktiv. Mit der Übernahme verstärkt TPI seine Konstruktions-Sparte sowie seine Präsenz in Europa. Der Kaufvertrag wurde zum 1. Juli wirksam, die Übergabe des Geschäftsbetriebs fand am 2. Juli statt. Der Berliner Standort inklusive der überwiegenden Anzahl der rund 20 Mitarbeiter bleibe erhalten. Insbesondere müssten keine Kündigungen ausgesprochen werden, teilte die für das Insolvenzverfahren zuständige Kanzlei Kübler mit.

Die Senvion-Insolvenz hatte auch Auswirkungen auf die SSC Wind GmbH aus Wildeshausen. Sie wurde inzwischen von der Buss Group übernommen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Die Euros Entwicklungsgesellschaft für Windkraftanlagen GmbH entwickelt Rotorblätter aus Verbundwerkstoffen für Windkraftanlagen on- und offshore weltweit. Diese wurden dann innerhalb der Senvion-Gruppe gefertigt und in Projekten verbaut. Im Zuge der Senvion-Insolvenzanmeldung hatte das Unternehmen am 9. Mai 2019 ebenfalls Insolvenzantrag stellen müssen. Das Insolvenzeröffnungsverfahren wurde zunächst in Eigenverwaltung durchgeführt. Am 1. Juli 2019 wurde das Regelinsolvenzverfahren eröffnet.

Premium-Kunden lesen hierzu auch:

Senvion: Start mit Schwung in Eigenregie-Insolvenzverfahren

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein