Insgesamt 40 Wasserstoffbusse für ÖPNV in Köln und Wuppertal

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BMVI fördert Wasserstoff und Brennstoffzelle mit 250 Mio. €
Quelle: BMVI

Die Regionalverkehr Köln GmbH und die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) haben bei dem belgischen Hersteller von Linien- und Reisebussen Van Hool insgesamt 40 Wasserstoffbusse in Auftrag gegeben.

Wie die WSW mitteilt, sei das der größte Auftrag für wasserstoffbetriebene Busse, der je in Europa vergeben wurde. Die umweltfreundlichen Busse werden am belgischen Standort Koningskhooikt gefertigt. Die Regionalverkehr Köln GmbH, die bereits seit März 2014 zwei wasserstoffbetriebene Busse von Van Hool einsetzt, hat nun 30 Busse bestellt. 10 sind für die Wuppertaler Stadtwerke geplant. Die Auslieferung der neuen Fahrzeuge ist ab Frühjahr 2019 vorgesehen.

Die bestellten Busse sind vom Typ Van Hool A330. Sie sind zweiachsig und rund zwölf Meter lang. Die Fahrzeuge werden mit neuartigen FCvelocity-HD85 Brennstoffzell-Modulen der Firma Ballard Power Systems aus Vancouver (Kanada) ausgestattet sowie mit einem Siemens PEM-Elektromotor, der eine Leistung von 210 kW (rund 285 PS) erzeugt. Jeder Bus verfügt über 29 Sitzplätze sowie 46 (Köln) bzw. 49 (Wuppertal) Stehplätze und bietet Platz für zwei Rollstuhlfahrer und einen Kinderwagen. 

Förderung durch Nationales Innovationsprogramms
Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie

Die Busse können mit 38,2 kg Wasserstoff betankt werden und verfügen damit über eine Reichweite von rund 350 km. Dabei dienen die Brennstoffzellen gemeinsam mit den Lithiumbatterien und den Elektromotoren als Basis des Antriebs. Der Bus wird vollelektrisch betrieben. Einerseits wird Wasserstoff (H2) in der Brennstoffzelle in Elektrizität umgewandelt, wobei nur Wasserdampf emittiert wird, andererseits wird der Antrieb bei Bedarf über die Lithiumbatterien unterstützt. Dank dieses Hybridantriebs und der Rückgewinnung der Bremsenergie kann der Wasserstoffverbrauch auf rund 8 kg/100 km begrenzt werden. 

Gefördert wird die Beschaffung der neuen Fahrzeuge im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) in Deutschland und finanziert durch „Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking“ (FCH JU), der europäischen privat-öffentlichen Partnerschaft zur schnelleren Markteinführung von Brennstoffzellen und Wasserstofftechnologie im Rahmen des EU-Programms „Horizon 2020“.

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