Im EU-Projekt NETfficient fungierte das Stromnetz der Nordseeinsel Borkum in den vergangenen vier Jahren als Reallabor, um Elemente eines zukunftssicheren Energiesystems auszutesten.

Zentral waren hierbei die Entwicklung von Energiespeichern und deren vernetzter Betrieb innerhalb eines virtuellen Kraftwerks, berichtet das Steinbeis-Europa-Zentrum, das dabei das administrative und finanzielle Projektmanagement übernommen hatte, sowie die Verbreitung und Verwertung der Projektergebnisse, die Kommunikation und die Unterstützung der Markteinführung.

Zentrales Element im Projekt NETfficient Rolle im Projekt war die so genannte Energy Management Platform, ein Distributed Energy Management System (Derms), an die alle Speicher und Erzeuger angeschlossen wurden. Die Platform sorgt für den automatisierten Betrieb der Erzeuger und Speicher. Sie optimiert einerseits den Energieverbrauch und erlaubt die Bereitstellung von Systemdienstleistungen andrerseits.

Lithium-Ionen-Batterien, Superkondensatoren, Altbatterien aus E-Autos,  Wasserstoffspeicher und Niedrigtemperaturwasserspeicher

Vierzig Privathäuser, fünf Großgebäude, ein Teil der Borkumer Straßenbeleuchtung sowie die Temperierung des Borkumer Seewasseraquariums wurden an PV und Energiespeicher angeschlossen, die von Lithium-Ionen-Batterien über Superkondensatoren und weiterverwerteten Altbatterien aus Elektrofahrzeugen bis hin zu Wasserstoffspeichern und Niedrigtemperaturwasserspeichern reichen. Im Mittelspannungsnetz kam darüber hinaus auch ein 1 MW / 500 kWh Großspeicher zum Einsatz, bestehend aus Lithium-Ionen-Batterien und Superkondensatoren.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Projekt, in dem 13 Partner aus 7 EU-Mitgliedstaaten zusammengearbeitet haben, werden nun in einem Handbuch zusammengefasst, das im Januar erscheint.

Fraunhofer ISE entwickelt Wechselrichter für Hybridspeicher auf der Insel Borkum

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