Das Bundeswirtschaftsministerium hat den Verordnungsentwurf zu Innovationsausschreibungen im EEG zur Konsultation gestellt – Der Tenor der Energieverbände ist dabei mehr als zurückhaltend. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) vermisst in den Innovationsausschreibungen die Innovation, der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne) findet die Idee der Innovationsausschreibungen hervorragend – und empfiehlt angesichts des vorliegenden Entwurfs die Verschiebung entsprechender Ausschreibungen.

EUWID Neue Energie befasst sich auf dem Titel der vorliegenden Ausgabe 29.2019 mit der Bewertung der Innovationsausschreibungen durch die Energiebranche. Das, was im Raum steht, ist aus Sicht der Branche wenig zielführend. Vor allem die Erprobung der fixen Marktprämie steht im Fokus der Kritik, aber auch der Verzicht auf Speicher und Power-to-X als Element innovativer Lösungen im Rahmen der Ausschreibungen stößt auf Unverständnis.

Es ist bemerkenswert, dass technische Innovationen wie Speicher oder Power-to-X nicht das Ziel dieser Innovationsausschreibung zu sein scheinen
– Simone Peter, BEE

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat derweil einen Aktionsprogramm für den Einsatz von strombasierten PtX-Brennstoffen vorgelegt. Es gebe bestimmte Bereiche, in denen direktelektrische Lösungen auch in Zukunft nicht ausreichen werden, etwa im Flugverkehr oder in der Industrie. PtX könne hier eine Rolle spielen. Das Thema biete aber auch Exportchancen für deutsches Know-how.

Die Erzeugung grüner Gase aus Biomasse ist in Deutschland schon lange ein wichtiger Faktor bei der Energiewende. Die Biogasbranche wächst allerdings seit Jahren nur noch begrenzt, halbwegs dynamisch zeigt sich die Flexibilisierung des Bestands. Die aktuellen Branchenzahlen des Fachverbands Biogas finden Sie hier. (Beitragsbild: sdecoret – stock.adobe.com)

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