innogy erhält Zuschlag für britisches Offshore-Projekt Triton Knoll

158

innogy hat für das Offshore-Windprojekt Triton Knoll vor der britischen Küste, mit einer geplanten installierten Leistung von 860 MW, vom britischen Ministerium für Wirtschaft, Energie und Industriestrategie (Department for Business, Energy & Industrial Strategy, kurz BEIS) einen Zuschlag in der jüngsten Auktionsrunde zur Förderung Erneuerbarer-Energien-Projekte (Contract for Difference) erhalten.

Das von innogy geführte Projekt, an dem innogy und das norwegische Unternehmen Statkraft jeweils mit 50 Prozent beteiligt sind, ist als eines der „kostengünstigsten und wettbewerbsfähigsten Offshore-Windprojekte aus der aktuellen Auktion hervorgegangen“, teilt innogy auf seiner Internetseite mit. Der bezuschlagte Preis beträgt 74,75 Britische Pfund je Megawattstunde.

Offshore-Projekt Triton Knoll vor der Küste Großbritanniens

Quelle: innogy SE

Das Projekt ist 32 Kilometer vor Lincolnshire vor der Ostküste Englands geplant. Wie innogy mitteilt, liegen bereits alle erforderlichen Genehmigungen für den Windpark vor. Der Standort verfügt Unternehmensangaben zufolge über ausgewiesen gute Windbedingungen bei moderaten Wassertiefen von durchschnittlich 18 Metern.

Finale Investitionsentscheidung Mitte 2018 erwartet

Mitte 2018 soll die finale Investitionsentscheidung für Triton Knoll getroffen werden, heißt es weiter. Bis dahin werden die Finanzierung und die Verträge mit den Projektzulieferfirmen finalisiert. Ebenfalls 2018 soll mit den Arbeiten an Land zur Bereitstellung des Netzanschlusses begonnen werden. Baustart auf See ist für 2020 vorgesehen. Nach aktueller Planung soll im Jahr 2021 mit der Inbetriebnahme des Windparks begonnen werden. Nach derzeitiger Planung soll der Windpark nach seiner Fertigstellung über eine installierte Erzeugungskapazität von 860 Megawatt verfügen und rechnerisch mindestens 800.000 britische Haushalte jährlich mit grünem Strom versorgen können. Das voraussichtliche Investitionsvolumen beträgt rund 2 Milliarden Britische Pfund (das entspricht nach aktuellem Wechselkurs rund 2,2 Mrd. €).

Der Auktionsmechanismus in Großbritannien

In Großbritannien werden neue Erneuerbare-Energien-Anlagen seit dem 1. April 2015 nach einem als „Contract for Difference“ (CfD) bezeichneten Mechanismus gefördert. In der aktuellen Auktionsrunde konnten sich zuvor qualifizierte Bieter vom 14. bis 18. August 2017 um die Förderung ihres Projektes bewerben. Der CfD-Mechanismus sieht vor, dass Ökostromprojekte über 15 Jahre gefördert werden und in dieser Zeit eine garantierte Vergütung für den erzeugten Strom erhalten. Verkauft wird der Strom am Großhandelsmarkt. Liegt der dort erzielte Preis unter der in der CfD-Auktion bezuschlagten Vergütung, wird den Unternehmen die Differenz erstattet. Liegt der erzielte Preis darüber, müssen die Unternehmen Zahlungen leisten.

Die in der Auktion erfolgreichen Unternehmen erhalten dabei 15 Jahre lang den höchsten in der Auktion bezuschlagten Preis pro erzeugter Megawattstunde – unabhängig von dem Preis, den sie selbst geboten haben. Das Budget, mit der eine bestimmte Technologie gefördert wird, ist gedeckelt. Deshalb kommen nur die kostengünstigsten Projekte zum Zuge.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein