Innogy bestätigt Ausblick zum Geschäftsverlauf 2017

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Der Energiekonzern innogy hat den bereits im März veröffentlichten Ausblick zum diesjährigen Geschäftsverlauf bestätigt. Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2017 sei für die Aktionäre sicher die die angepeilte Steigerung des bereinigten Nettoergebnisses um mindestens sieben Prozent von Bedeutung, erklärte CFO Bernhard Günther: „Denn Basis für unsere Dividende ist das bereinigte Nettoergebnis, von dem wir weiterhin 70 bis 80 Prozent ausschütten wollen.“

Innogy erwartet einer Mitteilung bezüglich der Veröffentlichung der Zwischenmitteilung Januar bis März 2017 zufolge auf Konzernebene ein bereinigtes Ebitda von rund 4,4 Mrd. € und ein bereinigtes EBIT von rund 2,9 Mrd. €. Das bereinigte Nettoergebnis werde voraussichtlich bei über 1,2 Mrd. € liegen und damit den Wert des Geschäftsjahres 2016 um mindestens sieben Prozent übertreffen. Erwartete positive Effekte im Finanzergebnis bekräftigten diese Entwicklung.

Die Aussichten im Segment Vertrieb Großbritannien hätten sich allerdings erheblich eingetrübt. Die Verschlechterung des Marktumfelds in einem weiterhin sehr intensiven Wettbewerb werde sich im Gesamtergebnis niederschlagen. Daher werde nicht mehr davon ausgegangen, 2017 im britischen Vertriebsgeschäft ein positives bereinigtes EBIT zu erzielen. Im Unternehmensbereich Vertrieb wolle innogy insgesamt mit zusätzlichen Effizienzmaßnahmen gegensteuern und halte vor diesem Hintergrund aus heutiger Sicht am Ausblick für den gesamten Unternehmensbereich fest.

In der Prognose nicht berücksichtigt sei ein möglicher weiterer regulatorischer Eingriff im britischen Vertriebsgeschäft, beispielsweise in Form einer Preisobergrenze bei Standardtarifen. Im Unternehmensbereich erneuerbare Energie plane innogy, neue Kapazitäten in Betrieb zu nehmen, und im Bereich Netz & Infrastruktur sei die Entwicklung vor allem von geringeren Kosten zur Instandhaltung und der Betrieb der Netze von innogy geprägt.

Vor allem Netzgeschäft für Ergebnisanstieg verantwortlich

Im ersten Quartal 2017 stieg das bereinigte EBIT vor allem aufgrund geringerer Aufwendungen im Segment Netz & Infrastruktur Deutschland um sechs Prozent. Ausschlaggebend für den im ersten Quartal 2017 erzielten Ergebnisanstieg war vor allem das Netzgeschäft. Das bereinigte EBIT des Unternehmensbereichs Netz & Infrastruktur stieg um 29 Prozent auf 708 Mio. €. Hier kamen insbesondere geringere Aufwendungen für den Betrieb und die Instandhaltung der Netze in Deutschland zum Tragen.

Inbetriebnahme neuer Kapazitäten im Bereich erneuerbare Energie geplant

Der Unternehmensbereich erneuerbare Energien schloss mit 134 Mio. € 13 Prozent unter Vorjahr ab, heißt es. Witterungsbedingt fiel die Stromerzeugung und damit das Ergebnis niedriger aus – vor allem das im Vorjahresvergleich geringere Windaufkommen an den wichtigsten Erzeugungsstandorten und geringere Niederschläge minderten die Auslastung der Anlagen. Das bereinigte EBIT im Unternehmensbereich Vertrieb blieb mit 490 Mio. € um neun Prozent unter Vorjahr.

Während sich das Vertriebsgeschäft in Deutschland und Osteuropa stabil entwickelte, machten sich im Segment Niederlande/Belgien geringere Kundenzahlen und Absatzeinbußen im Vergleich zum Vorjahresquartal bemerkbar. Vor allem der Ergebnisrückgang im britischen Vertriebsgeschäft hatte einen gegenläufigen Effekt.

Investitionen um 13 Prozent gestiegen

Im ersten Quartal 2017 investierte innogy 323 Mio. € und damit 13 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das führt innogy im Wesentlichen auf den Erwerb des internationalen Solar- und Batteriespezialisten Belectric zurückzuführen. Bei den Sachinvestitionen sind der Ausbau und die Modernisierung der Netzinfrastruktur weiterhin Schwerpunkte der Investitionstätigkeit. Im Vordergrund stehen neben der Substanzerhaltung der Anschluss dezentraler Erzeugungsanlagen sowie der Netzausbau im Zusammenhang mit der Energiewende.

Ergebnis im ersten Quartal wie erwartet gesteigert

Im ersten Quartal 2017 hat die innogy SE ihr Ergebnis wie erwartet gesteigert. Das bereinigte Ebitda belief sich auf 1.617 Mio. €, ein Plus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Nach betrieblichen Abschreibungen hat innogy ein bereinigtes EBIT von 1,261 Mrd.. € erzielt. Das sind sechs Prozent mehr gegenüber Vorjahr. Das bereinigte Nettoergebnis belief sich auf 684 Mio. €. Da im Vergleichszeitraum des Vorjahres die gewünschte Kapitalstruktur von innogy noch nicht etabliert und die rechtliche Reorganisation des innogy-Konzerns noch nicht abgeschlossen war, wird für das erste Quartal 2016 kein bereinigtes Nettoergebnis ausgewiesen. Der Energiekonzern beschäftigte zum 31. März 2017 41.854 Mitarbeiter (umgerechnet in Vollzeitstellen). Sie erwirtschafteten einen Außenumsatz von 12,4 Mrd. €; er blieb sieben Prozent unter dem Vorjahreswert.

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