Die Essener RWE-Tochter Innogy will den britischen Nordsee-Windpark „Teesside B“ mit 1.200 MW Leistung allein bauen. Der Windpark gehört zum Cluster „Doggerbank“ des Projektentwicklers Forewind, an dem der Essener Konzern mit 25 Prozent beteiligt ist. Jeweils 37,5 Prozent gehören dem britischen Konzern SSE und Statoil aus Norwegen. Die drei Anteilseigner haben nun nach eigenen Angaben die vier Teile des britischen Teils von Doggerbank, die die Regierung 2015 genehmigte, untereinander aufgeteilt.

Statoil hat nach Angaben von Irene Rummelhoff, Stellvertretende Vizepräsidentin des Unternehmens für den Bereich New Energy Solutions, ein entsprechendes Tauschabkommen mit Innogy und SSE unterzeichnet. Demnach werden Statoil und SSE die Projekte „Creyke Beck“ A und B sowie „Teesside A“ mit je 1.200 MW zusammen bauen, wobei jeder 50 Prozent hält. Innogy ist alleinige Eigentümerin von „Teesside B“.

 

Doggerbank größtes Offshore-Projekt

Die Doggerbank liegt zentral zwischen Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und Dänemark und ist mit einer Ausdehnung von 8.660 Quadratkilometern das weltweit größte Projekt für Offshore-Windkraft. Die geplante Leistung soll 4,8 Gigawatt erreichen und sich gleichmäßig auf die vier Windparks verteilen. Die künstliche Strominsel kann in der Endausbaustufe bis zu fünf Millionen britische Haushalte mit Strom versorgen.

Die zwischen 500 und 600 Quadratkilometer großen Windparks von Statoil und SSE liegen 125 bis 195 Kilometer von der britischen Küste entfernt. Statoil hofft auf eine Verbesserung der Effizienz und eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit bei den britischen Windkraftanlagen. Das erste britische Offshore-Projekt des norwegischen Konzerns Sheringham Shoal liefert mit 88 Windturbinen 3,6 Megawatt Strom und ist seit 2011 produktiv, die 67 Turbinen von Dudgeon sind auf eine Leistung von 402 Megawatt ausgelegt und seit Februar 2017 am Netz.

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