In Baden-Württemberg steigt Interesse an dezentralen Energiespeichern

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Baden-Württemberg ist führend bei Speicherlösungen. Das geht aus dem neuen Monitoring-Bericht zur Energiewende in Baden-Württemberg hervor, den das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) erstellt hat. Darin hat das ZSW ein zunehmendes Interesse an dezentralen Speicherlösungen im Land festgestellt. Fast jede zweite neue Solaranlage im Leistungssegment bis 30 kW wurde im Jahr 2016 mit einem Batteriespeicher errichtet.

Darüber hinaus werden in Pilotprojekten in Baden-Württemberg Einsatzmöglichkeiten von großen Stromspeichern, Maßnahmen des Lastmanagements sowie andere Flexibilitätsoptionen erprobt. „Das unterstreicht die führende Rolle Baden-Württembergs bei der Entwicklung eines umweltfreundlichen, nachhaltigen und sicheren Energiesystems“, erklärt der Umweltminister des Landes, Franz Untersteller (Grüne).

2016 im Südwesten 3.600 neue Solarstromspeicher errichtet

Das steigende Interesse an dezentralen Speicherlösungen wurde angestoßen durch das Förderprogramm „Erneuerbare Energien-Speicher“ der KfW Bankengruppe, das mit zinsgünstigen Krediten und Tilgungszuschüssen des Bundes in der nunmehr zweiten Runde den Ausbau von Photovoltaik- Heimspeichern fördert, heißt es. Seit der Erstauflage des Programms im Mai 2013 ist der Bestand (Stand: April 2017) geförderter und ungeförderter Speicher in Deutschland auf rund 61.300 Einheiten mit einer nutzbaren Speicherkapazität von 400 MWh gestiegen. Allein im Jahr 2016 gingen rund deutschlandweit 22.500 neue Solarstromspeicher in Betrieb, wovon etwa 3.600 in Baden-Württemberg errichtet wurden.

Dem Monitoring-Bericht zufolge belegt Deutschland eine Spitzenposition bei der Versorgungssicherheit. Der Südwesten behaupte seine führende Rolle bei der Entwicklung nachhaltiger Energiesysteme. 

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