Hitachi Zosen Inova übernimmt Schmack Biogas Service und microbEnergy von Viessmann

Hauptsitz der Schmack Biogas AG in Schwandorf, Deutschland (Bildquelle: Schmack Biogas)

Das schweizerisch-japanische Cleantech-Unternehmen Hitachi Zosen Inova (HZI) übernimmt per Ende 2021 die Geschäftstätigkeit und gesamte Belegschaft der Schmack Biogas Service GmbH und der microbEnergy GmbH, beide mit Sitz in Schwandorf, Bayern. Der Vertrag wurde am 9.Juli 2021 mit der bisherigen Eignerin, der Viessmann Group, unterzeichnet. Mit der Übernahme stärke HZI seine Kompetenz im Bereich der erneuerbaren Gase, heißt es in einer Mitteilung der Unternehmen. Das finale Closing der Transaktion wird nach Freigabe durch die zuständigen Aufsichtsbehörden erwartet. „Zu diesem Zeitpunkt gehen die Geschäftstätigkeiten der Schmack-Gesellschaften an HZI über und die gesamte Belegschaft wird Teil der HZI-Gruppe.“

Schmack Biogas zählt zu den Pionieren im Biogasbereich. Das Unternehmen ist auf Engineering, Bau, Wartung, technischen Service und Betrieb von Nassfermentationsanlagen spezialisiert. Zudem umfasst das Produkte- und Dienstleistungsportfolio neben einer „breit gefächerten biologischen Expertise“ auch die Nachrüstung und Modernisierung von Biogasanlagen, die Beratung von Biogasanlagebetreibern im Bereich des Rohstoffmanagements sowie ein Power-to-Gas-Verfahren zur biologischen Methanisierung.

Zusammenführung zweier Traditionsmarken

HZI will die Positionierung von Schmack Biogas Service und microbEnergy als etablierte Unternehmen im deutschen Biogasmarkt erhalten und die Entwicklung der Produkte und Services in den jeweiligen Referenzmärkten vorantreiben. Mit dem Zugewinn von Schmack werde das Schweizer Unternehmen HZI seine Präsenz im Biogasmarkt deutlich erhöhen.

„Wir sind sehr froh, mit HZI eine neue Eignerin gefunden zu haben, die zu den weltweit führenden Cleantech-Unternehmen zählt“, sagt Joachim Janssen, Co-CEO der Viessmann Group. Dank des globalen Netzwerks von HZI und der japanischen Muttergesellschaft Hitachi Zosen Corporation würden sich den Schmack-Produkten und Dienstleistungen Türen zu neuen Märkten öffnen, während HZI mit dem erweiterten Produkte- und Dienstleistungsportfolio neue Marktsegmente erschließen könne.

Zunehmend integrierte Konzepte gefragt

Es genüge nicht mehr, Anlagen nur nach technischen und finanziellen Anforderungen auszurichten. „Integrierte Konzepte zur Minimierung der Treibhausgasproduktion zum Schutz unserer Umwelt sind gefragt“, heißt es. Sowohl HZI als auch Schmack erforschten und entwickelten in den vergangenen Jahren neue Konzepte für Energie- und Wärmewende, Dekarbonisierung und Sektorkopplung. Die Bündelung dieses Know-hows ermögliche es der HZI Gruppe, den Kunden zukünftig umfassende Gesamtlösungen anzubieten. Die zahlreichen Service- und Engineering-Hubs in Europa, Nordamerika, Australien und im mittleren Osten ermöglichten zudem eine „direkte und schnelle Kundenbetreuung“.

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