Hersteller von Power-to-Gas-Anlagen meldet Insolvenz an

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Symbolbild: Biogaseinspeisung
Symbolbild Biogas (Quelle: vege - stock.adobe.com)

MicroPyros, ein Hersteller von Power-to-Gas-Anlagen mit Sitz in Straubing, hat Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Straubing hat Daniel Barth von der Pluta Rechtsanwalts GmbH mit Beschluss vom 19. Februar 2020 zum vorläufigen Insolvenzverwalter der MicroPyros GmbH bestellt. Grund für den Insolvenzantrag sind Barth zufolge Liquiditätsschwierigkeiten. Eine geplante Finanzierungsrunde konnte nicht abgeschlossen werden.

Der vorläufige Insolvenzverwalter hat sich einen ersten Überblick über die aktuelle Lage der Gesellschaft verschafft. „Der Geschäftsbetrieb wird fortgeführt. Die Gehälter der Mitarbeiter sind für drei Monate über das Insolvenzgeld gesichert“, sagte Barth. Gemeinsam mit der Geschäftsführung strebt der Verwalter eine langfristige Lösung für die Gesellschaft an.

MicroPyros wurde 2012 gegründet und entwickelt und konstruiert Power-to-Gas-Anlagen mit Elektrolyseuren und biologischer Methanisierung von 20 bis 100 kW und 1 MW bis 10 MW im industriellen Maßstab. „Das Know-how von über 30 Jahren Forschung und Entwicklung im Bereich der Mikrobiologie steckt in der biologischen Methanisierung von MicroPyros“, sagte MicroPyros-Geschäftsführer Raimund Brotsack. „Unsere Technologie ist erprobt, und wir haben bereits Anlagen im Betrieb“.

Selektierte Mikroorganismen wandeln bei dem Verfahren von MicroPyros Kohlendioxid aus Abgas oder Biogas sowie Wasserstoff kostengünstig und effizient in Methan um. Das erzeugte Methan kann in der bestehenden Infrastruktur verteilt und in vorhandenen technischen Anlagen (Gaskraftwerke, Industrieprozesse, Fahrzeuge) genutzt werden.

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