Hannover landesweit Spitzenreiter bei der Nutzung von Geothermie

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Geothermie im Haus
Symbolbild (Quelle: fabstock - stock.adobe.com)

Die Region Hannover ist in Niedersachsen führend bei der Gewinnung von Energie aus Erdwärme. Wie das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) mitteilt, ist die Anzahl der Geothermie-Anlagen in der Region im vergangenen Jahr um etwa 27 Prozent auf insgesamt 1.438 gestiegen. Auf Platz zwei folgt das Emsland mit 1.012 Anlagen (+20 Prozent) vor dem Landkreis Harburg mit 774 installierten Anlagen (+7 Prozent). Insgesamt sind in Niedersachsen jetzt mehr als 13.300 oberflächennahe Erdwärme-Anlagen installiert, was einer Zuwachsrate von rund 10 Prozent entspricht.

Spitzenreiter bei den installierten Anlagen je Einwohner ist allerdings nicht Hannover, sondern das Emsland. Auf 1.000 Einwohner kommen dort ca. 3,8 Erdwärmeanlagen. In der Region Hannover sind es etwa 1,3 Anlagen je 1.000 Einwohner.

Durchschnittliche Anlagengröße für Wohngebäude bei 9,5 kW

Die durchschnittliche Anlagengröße für private Wohngebäude in Niedersachsen beträgt etwa 9,5 kW. Nach den neuesten Auswertungen des LBEG sind in Niedersachsen aber auch rund 250 Großanlagen mit einer Leistung von mehr als 30 kW installiert. Sie dienen unter anderem zur Klimatisierung von Wohnquartieren, Industrie- oder Bürogebäuden, Schulen, Krankenhäusern und Pflegeheimen.

Niedersachsen liegt im Bundesvergleich zurück

Im Bundesvergleich liegt Niedersachsen bei der Erdwärmenutzung allerdings noch zurück. So waren nach Zahlen des Landesamtes für Statistik Niedersachsen im Jahr 2016 landesweit nur bei 4,5 Prozent der neuen Wohngebäude Erdwärmeheizungen installiert. Der Bundesdurchschnitt lag bei 7,2 Prozent. „Dabei hat unser Bundesland große, sofort umsetzbare Potenziale für die Nutzung oberflächennaher Geothermie“, sagt Robert Schöner, Leiter des Zentrums für Tiefengeothermie, Oberflächennahe Geothermie (ZTG) im LBEG. „Diese Potenziale könnten einen wesentlichen Beitrag zur Wärmewende leisten, wenn sie noch intensiver als bisher genutzt werden.“      

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