Eine sichere Nutzung der Geothermie erfordert eine detaillierte Planung und Überwachung. Wie dies im Detail aussieht steht im Leitfaden „Tiefe Geothermie“ des Landes Baden-Württemberg, den ein internationaler Arbeitskreis unter Leitung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) vor kurzem herausgegeben hat.

Der Handlungsleitfaden beschreibt den gesamten Verfahrensablauf von der Planung, über die Fertigstellung bis zum Betrieb einer Tiefen-Geothermischen Anlage – inklusive technischer und genehmigungsrechtlichen Aspekte sowie Bürgerbeteiligung und Naturschutz. „Der Handlungsleitfaden trägt zu einer frühzeitigen Beteiligung der Bürger bei und schafft damit Transparenz und Vertrauen“, sagt Koordinatorin Ingrid Stober vom Institut für Angewandte Geowissenschaften des KIT.

Im Fokus des Handlungsleitfadens steht in erster Linie die Wärmegewinnung durch tiefe Geothermie. Die Gliederung des Handlungsleitfadens spiegelt die Handlungsabläufe in ihrer zeitlichen Reihenfolge wieder – von der Vorstudie über die Machbarkeitsstudie, die Vorarbeiten, den Erschließungsphasen, den Probebetrieb, Dauerbetrieb bis hin zu der Außerbetriebnahme. Mit dem Handlungsleitfaden wird eine Handreichung für alle direkt oder indirekt an einem Projekt Beteiligten geschaffen, die aufzeigt, wann welche Verfahrensschritte in einem Projektablauf erforderlich sind und in welcher Form und zeitlichen Staffelung sie erfolgen. Der Handlungsleitfaden ist hier zu finden.

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