Hackerangriff auf Technische Werke Ludwigshafen (TWL): Kundendaten gestohlen

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Die Technischen Werke Ludwigshafen sind Ziel eines Hackerangriffs geworden. Das gab das Unternehmen bekannt. Gegenmaßnahmen wurden demnach „umgehend eingeleitet“. Die Versorgungssicherheit der Bürger der Stadt Ludwigshafen und der Kunden des Unternehmens sei nicht gefährdet. „Den Hackern ist es jedoch gelungen, Kundendaten abzuziehen.“

Energieversorger geraten in den letzten Jahren zunehmend in das Visier professioneller Hackergruppen. TWL sei sich dieser Gefahr bewusst und habe in der Vergangenheit „massive Sicherheitsvorkehrungen“ getroffen. Trotzdem sei es der noch unbekannten Hackergruppe gelungen, in das Netz der TWL einzudringen. Das Unternehmen habe sofort die zuständigen Ermittlungsbehörden informiert sowie ein Cyber Security Unternehmen eingeschaltet. Die Ermittlungen laufen.

Unmittelbar nach Bemerken des Angriffs wurden anderem Server, auf denen verdächtige Aktivitäten verzeichnet wurden, umgehend abgeschaltet. Aufgrund der unmittelbar eingeleiteten Gegenmaßnahmen sei der Diebstahl von Daten „unterbrochen, aber nicht vollständig verhindert“ worden. Den Hackern ist es demnach gelungen, unter anderem Kundendaten wie Namen, Adressen und Kontodaten sowie Geschäftsdaten zu erbeuten.

Betroffene werden in Abstimmung mit den Ermittlungsbehörden informiert

 „Insbesondere der Schutz unserer Kundendaten war und ist uns sehr wichtig. Wir bedauern ausdrücklich, dass wir diesen Diebstahl trotz aller getroffenen Sicherheitsvorkehrungen und sofortiger Gegenmaßnahmen nicht vollständig verhindern konnten“, so die TWL-Vorstände Dieter Feid und Thomas Mösl. Alle Betroffenen werden in Abstimmung mit den Ermittlungsbehörden über den Vorfall direkt und individuell informiert. Das Unternehmen bittet aus diesem Grund seine Kunden, ihre Konten regelmäßig zu prüfen und bei ungewöhnlichen Kontobewegungen Kontakt mit ihrer Bank aufzunehmen.

Passwörter, die in der Kommunikation mit TWL, beispielsweise beim Zugang zum Kundenportal, verwendet werden, sollten geändert werden. „Ebenso bittet TWL um Verständnis dafür, dass aufgrund der laufenden Ermittlungen der zuständigen Behörden bis auf Weiteres keine weiteren Angaben zum Verlauf und Umfang des Hackerangriffs gemacht werden können.“

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