GtV weist andauernde Kritik an Fracking zurück

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Der GtV Bundesverband Geothermie hat die andauernde öffentliche Kritik an hydraulischen Stimulationsverfahren bei der Energiegewinnung als überzogen zurückgewiesen. Das Wort „Fracking“ sei zum „Pfui-Wort“ des Jahres verkommen, sagte Verbandspräsident Waldemar Müller-Ruhe auf der Internationalen Geothermiekonferenz (IGC) heute in Freiburg. Noch nie habe es eine dermaßen einseitige und hysterische Diskussion um ein geologisches Verfahren gegeben. Als absurd bezeichnete Müller-Ruhe den Fracking-Erlass des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums vom vergangenen Herbst, das die behördliche Genehmigung von Frac-Maßnahmen bis mindestens zum Sommer 2012 vertagt. Dieser sehe vor, dass man im Prinzip freie Wahl des Bohrverfahrens habe, wenn man es dann tatsächlich nicht anwende, sagte Müller-Ruhe. Das sei mit gesundem Menschenverstand nicht zu erklären. Auch die Kritik am Einsatz von Chemikalien sei unverhältnismäßig, führte der GtV-Präsident weiter aus. So störe sich niemand daran, dass Privathaushalte Badreiniger benutzen, die bis zu 23 Prozent Salpetersäure oder sogar Salzsäure enthalten, oder dass man in öffentlichen Schwimmbädern in chemisch behandeltem Wasser badet. Wenn beim Fracking jedoch bis zu 15-prozentige Salzsäure eingesetzt werden soll, sei das Geschrei groß.


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