Das Tempo, mit dem die Bundesregierung das Thema Wasserstoff vorantreibt, wünscht sich mancher Beobachter auch bei der Bereitstellung eines Rahmens für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland: Ende Mai haben Wirtschaftsminister Peter Altmaier und sein Amtskollege aus dem Verkehrsressort, Andreas Scheuer, ihre Shortlist der Wasserstoff-Großprojekte vorgestellt. Insgesamt 62 Vorhaben sollen im Rahmen des europäischen Wasserstoff-IPCEI gefördert werden.

Dem Themenkomplex „grüner Wasserstoff“ widmet sich der Titelbereich der Ausgabe 22.2021 von EUWID Neue Energie. Insgesamt 8 Mrd. € an Bundes- und Landesmitteln sollen für die 62 Projekte zur Verfügung gestellt werden. Nächster Schritt zur Umsetzung der europäisch ausgerichteten Entwicklung des Wasserstoffmarkts im Rahmen des IPCEI ist ein „Matchmaking“, das Akteure aus verschiedenen Mitgliedstaaten der EU zusammenbringt. Das Marktpotenzial für grünen Wasserstoff in der EU ist in jeden Fall immens: Nach Analysen des Beratungshauses PwC könnte bis 2050 ein Marktpotenzial von 183 Mrd. € gehoben werden.

Die saisonale Speicherung von Ökostrom über grünen Wasserstoff spielt auch in Analysen der Energy Watch Group eine Rolle, die sich mit der Frage befasst, wie Deutschland bis zum Jahr 2030 den Weg zu 100 Prozent Erneuerbaren finden kann. Im Fokus steht gleichwohl ein anderes Thema, nämlich der massiv beschleunigte Ausbau erneuerbarer Energien in Verbindung mit effizienten Lösungen bei der Energienutzung.

Neues gibt es in Sachen Post-EEG: Der Flughafenbetreiber Fraport nutzt künftig Strom aus ausgeförderten Windenergieanlagen im Rahmen eines PPA-Projekts. Derweil blicken die Biogasanlagenbetreiber in Bayern mit wachsenden Sorgen auf ihre Post-EEG-Weiterbetriebsoptionen. (Quelle für Beitragsbild: malp – stock.adobe.com)

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