Der Ausbau der Erneuerbaren bleibt weit unter dem, was mit Blick auf Ausbauziele im Jahr 2030 notwendig wäre, insbesondere im Bereich der Windenergie. In der CDU/CSU-Fraktion werden erste Stimmen laut, die über eine teilweise Verlagerung der Energiewende ins Ausland nachdenken. Dabei geht es um den Import großer Mengen „grünen“ Wasserstoffs. Die Idee einer bürgernahen, dezentralen Energiewende ist damit nur schwer vereinbar.

Aber auch hierzulande ist der Kampf um die Erzeugung von „grünem Gas“ über Power-to-Gas voll entbrannt. Unternehmen der Erneuerbaren-Branche befürchten monopolistische Tendenzen und Gefahren für die dezentrale Energiewende.

Der Titel der jetzt erschienenen Ausgabe 48.2019 von EUWID Neue Energie zeichnet den aktuellen Stand der Diskussion nach. Eine Allianz von Enertrag, Greenpeace Energy, Naturwind und Nordgröön verweist auf die Pläne der Netzbetreiber Tennet und Amprion, gemeinsam mit Gasnetzbetreibern Elektrolyseure der 100-MW-Klasse an ihrem Netz zu errichten und zu betreiben. „Die Großelektrolyseure könnten, über die von allen Stromkunden zu zahlenden Netzentgelte subventioniert, Wasserstoff zu Preisen produzieren, mit denen andere Markteilnehmer nicht konkurrieren können“, lautet die Sorge.

Grundlage für heimisches „grünes Gas“ ist in jedem Fall der Ausbau der erneuerbaren Energien im Stromsektor. Im Windenergiebereich behindern Genehmigungsstau und die geplanten geringeren Abstandsflächen den weiteren Ausbau (einen Überblick finden Sie hier), bei der Bioenergie sind die Ausschreibungs-Höchstwerte aus Branchensicht zu niedrig angesetzt.

Einzig bei der PV ist die Branchenstimmung aktuell positiv. Hier nimmt auch die Zahl der Projekte zu, die förderfrei strukturiert werden, etwa über PPA-Verträge. Wie bei solchen PV-PPA-Vorhaben ein „Fair Value“ ermittelt werden kann, hat Carlos Perez Linkenheil von Energy Brainpool für EUWID Neue Energie aufgeschrieben. (Quelle für Beitragsbild: piyaphong – stock.adobe.com)

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