Grünen-Bundestagsfraktion will Speicher im Strom- und Wärmesektor marktreif machen

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Mit der Weiterführung des Batteriespeicherprogramms und einem Investitionsprogramm Wärmespeicher will die Grünen-Fraktion im Bundestag „Den Weg zur Speicherrevolution ebnen“. So lautet der Titel eines Thesenpapiers, das die Fraktion jetzt vorgelegt hat. Die darin geforderten Maßnahmen sollen die Energiespeicher im Strom- und Wärmesektor marktreif machen und wirtschaftliche Geschäftsmodelle für deren Betrieb schaffen. Bis heute sei der Einsatz von Energiespeichern aufgrund falscher politischer Rahmenbedingungen nur bedingt wirtschaftlich.

Zwar wurden die Forschungsanstrengungen in den letzten Jahren deutlich erhöht, heißt es in dem Papier. Es fehle jedoch eine realistische Perspektive für die Markteinführung von Speichersystemen.Dabei könnten bereits heute Kurzfriststromspeicher wie Batterien dazu beitragen, die Flexibilität in den Verteilnetzen zu erhöhen, die Sektorkopplung zu beflügeln und den Netzausbaubedarf vor allem im Verteilnetz zu verringern. Aber auch Großspeicher spielten eine wichtige Rolle. Spätestens ab Mitte der 2020er Jahre werde es einen Bedarf an Langfristspeichern für Strom und Wärme geben, die saisonale Ausgleichsenergie bereitstellen.

Dazuu gelte es jetzt, die Forschung, Entwicklung und Markteinführung, unter anderem von Technologien wie Power-to-X voranzubringen, also den Einsatz von Ökostrom zur Erzeugung von Wärme, Gas oder Flüssigtreibstoffen sowie von Möglichkeiten, Wärme (und Kälte) längerfristiger zu speichern. Speicher stärkten nicht zuletzt auch die Akteursvielfalt bei der Energiewende, so die Grünen-Fraktion. Noch werde der Durchbruch von Speichersystemen durch falsche Rahmenbedingungen behindert. Speicher würden heute immer noch als Letztverbraucher behandelt und mit Entgelten und Umlagen belastet, auch wenn es einzelne Ausnahmeregelungen gebe. So hätten sie keine Chance, Marktreife zu erlangen. Diese ordnungsrechtliche Hürde gelte es abzubauen und Speicher von ungerechtfertigter Abgabenlast zu befreien.

Den vollständigen Artikel können Sie in unserer nächsten Ausgabe lesen.

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