Grüne unterstützen Tennet-Vorschlag für Gleichstrom-Netzgesellschaft

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Die Grünen unterstützen die Forderung des Netzbetreibers Tennet nach einer neuen Gleichstrom-Netzgesellschaft. „Unter den aktuellen Rahmenbedingungen wird der Gleichstrom-Netzausbau nicht funktionieren: Die Bundesregierung hat bisher alle Verantwortung an die Netzbetreiber abgegeben“, kritisierte die energiewirtschaftliche Sprecherin der Bundestagsfraktion, Ingrid Nestle. Tennet sei mit den Offshore-Anschlüssen überfordert „und an Land droht ein Flickenteppich“

Eine einheitliche Netzgesellschaft für das künftige Gleichstromnetz werde den Netzausbau für die erneuerbaren Energien entscheidend voranbringen, so Nestle weiter. Die Bundesregierung müsse die Netzbetreiber in ein Boot holen. Bisher planten die Netzbetreiber jeweils eigene Gleichstromtrassen. „Die Bundesregierung sollte den Netzbetreibern nicht ihre individuellen Prestigeprojekte lassen, sondern einen gemeinsamen Netzbetreiber für die Gleichstromleitungen initiieren.“ Um den demokratischen Einfluss und die Kontrolle der Gesellschaft zu gewährleisten, sollte neben den Netzbetreibern auch der Bund an der neuen Netzgesellschaft beteiligt sein. „Außerdem muss eine Beteiligung der Kreditanstalt für Wiederaufbau an der Finanzierung der kapitalintensiven Stromautobahnen geprüft werden“, so die Grünen-Sprecherin. Nach den Vorstellungen von Tennet sollte die deutsche Gleichstrom-Netzgesellschaft neue Offshore-Anschlussleitungen auf Gleichstrombasis und das künftige deutsche HGÜ-Netz planen, finanzieren, bauen und betreiben. Das Unternehmen sei bereit, sein Know-how und seine jahrelange Erfahrung aus diesen Bereichen als Anteilseigner in die neue Gesellschaft einzubringen, heißt es seitens des Netzbetreibers.


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