Nach der Bundestagswahl stehen intensive Koalitionsverhandlungen bevor. Angesichts der energiepolitischen Ausrichtung gerade der FDP sind manche Vertreter der Regenerativ-Branche nicht ganz unglücklich darüber, dass es zu Schwarz-Gelb nicht gereicht hat und die Grünen im Rahmen einer möglichen „Jamaika“-Koalition dem energiepolitischen Kurs ihren Stempel aufdrücken könnten.

“Wir wollen den Ausbau erneuerbarer Energien wieder deutlich steigern und an die Klimaziele des Pariser Klimaabkommens anpassen”, heißt es bei den Grünen. “Wir wollen das Erneuerbare-Energien-Gesetz abschaffen”, betonen die Freien Demokraten. “Die FDP vertraut auf den Wettbewerb und nicht auf planwirtschaftliche Eingriffe und Subventionen”. Ein Widerspruch muss das nicht zwangsläufig sein. Die Verhandlungen dürften in diesen Fragen aber alles andere als einfach werden.

An welcher Stelle muss am Instrument der Ausschreibungen nachgebessert werden?

Der Titel der jetzt erschienenen Ausgabe 39/2017 von EUWID Neue Energie widmet sich mit dem Blick auf Ausschreibungen von Strom aus erneuerbaren Energien einem Instrument, das im Grundsatz auch die marktwirtschaftlich orientierten Liberalen nicht ablehnen dürften. Aber inwieweit dienen Ausschreibungen tatsächlich den Zielen der Energiewende und an welcher Stelle muss nachgebessert werden? Wir haben ein Zwischenfazit gezogen und uns genauer angeschaut, wie die Bioenergie-Branche die erste Runde der Ausschreibungen in diesem Technologiesegment bewertet.

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EUWID Neue Energie 39/2017 ist am 27. September 2017 erschienen.

“Onshore-Windparks selbst bei niedrigeren Zuschlagspreisen sichere Investments”

Inwieweit massiv sinkende Zuschlagspreise bei den Ausschreibungen im Bereich der Onshore-Windenergie das Marktsegment für Investoren und Betreiber solcher Anlagen beeinträchtigen, haben wir den Chef der CEE Group, Detlef Schreiber, gefragt. Er zeigt sich durchaus optimistisch, dass sich Investitionen in die Onshore-Windkraft auch künftig lohnen werden. Das Unternehmen hat aber nicht nur den deutschen Markt im Blick. Das komplette Interview lesen Sie hier.

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Die Themen von EUWID Neue Energie 39/2017 im Überblick.

Auch mit dem Hamburger Rechtsanwalt und Branchenexperten Tobias Röttger haben wir uns über die Perspektiven der Energiewende unterhalten. Er sieht die Energiewende in Deutschland keineswegs schon in einer zweiten Phase. Und: Ein festes Datum zur Umstellung der Energieversorgung auf 100 Prozent erneuerbaren Strom sei „notwendig und zeitgemäß“.

(Titelbild: Kunstzeug / stock.adobe.com)

Was wir Ihnen in EUWID Neue Energie 39/2017 besonders ans Herz legen wollen:

1. Bioenergiebranche fordert Nachbesserung bei Biomasse-Ausschreibungen

Das geringe Zuschlagsvolumen in der ersten Ausschreibungsrunde nimmt die Bioenergiebranche zum Anlass, Nachbesserungen zu fordern. Es sei möglich, den Wettbewerb kostenneutral oder sogar kostensenkend zu erhöhen.

2. „Onshore-Windparks selbst bei niedrigeren Zuschlagspreisen sichere Investments“

Die massiv gesunkenen Zuschlagspreise für Onshore-Wind-Projekte machen Investments in diesem Segment nicht unattraktiv. Das macht der Chef der CEE Group, Detlef Schreiber, im Gespräch mit EUWID deutlich.

3. Vier von fünf Unternehmen haben bereits Energieeffizienzmaßnahmen ergriffen

Die meisten Unternehmen in Deutschland reagieren auf die Herausforderungen der Energiewende mit einer Steigerung der Energieeffizienz. Das zeigt das jetzt vorgelegte IHK-Energiewende-Barometer 2017.

4. Bidirektionales Laden: Noch wenig Engagement bei Fahrzeugherstellern

Die großen Automobilhersteller vernachlässigen die Potenziale der Sektorkopplung bei der Entwicklung von E-Autos. Das ist Ergebnis einer Umfrage von Lichtblick und der Umweltorganisation WWF.

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