Größter Lithium-Ionen-Akku Sachsens geht in Betrieb

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Chemnitzer Speicher geht in Betrieb
Quelle: Belectric

In Chemnitz ist der größte Lithium-Ionen-Akku Sachsens ans Netz gegangen. Wie die Thüga AG mitteilte, hat er eine Vermarktungsleistung von zehn Megawatt und eine Kapazität von 15,9 Megawattstunden. Das entspricht der Kapazität von rund vier Mio. AA-Batterien oder von 18.000 Autostarterakkus. Belectric hat die Anlage in Chemnitz als Generalunternehmer des kommunalen Energiedienstleisters eins energie in sachsen (eins) errichtet und in Betrieb genommen. Eins wird die kaufmännische und technische Betriebsführung übernehmen und sich um die Vermarktung der Energieleistung kümmern.

Für den ständigen Ausgleich zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch (Beibehalten einer Netzfrequenz von 50 Hertz) wird „Regelleistung“ genutzt. Davon gibt es drei Arten, die sich vor allem durch die Reaktionszeit unterscheiden. Diese Reaktionszeit gibt vor, in welcher maximalen Zeit die vollständige vermarktete Leistung zur Verfügung gestellt werden muss. Für Primärregelleistung liegt sie bei 30 Sekunden, für Sekundärregelleistung bei fünf Minuten und für Minutenregelleistung bei 15 Minuten.

Präqualifikation für Bereitstellen von Primärregelleistung

Für den ständigen Ausgleich zwischen Stromerzeugung und Stromverbrauch (Beibehalten einer Netzfrequenz von 50 Hertz) wird „Regelleistung“ genutzt. Davon gibt es drei Arten, die sich vor allem durch die Reaktionszeit unterscheiden. Diese Reaktionszeit gibt vor, in welcher maximalen Zeit die vollständige vermarktete Leistung zur Verfügung gestellt werden muss. Für Primärregelleistung liegt sie bei 30 Sekunden, für Sekundärregelleistung bei fünf Minuten und für Minutenregelleistung bei 15 Minuten.

Da der Chemnitzer Speicher seine volle Leistung in wenigen Sekunden abrufen könne, ist er von den Übertragungsnetzbetreibern für das Bereitstellen von Primärregelleistung (PRL) präqualifiziert. Bereits seit dem 17. Juli biete er diese Leistung am Markt an und trage damit dazu bei, Schwankungen im Stromnetz auszugleichen. Das entspricht knapp einem Prozent der Primärregelleistung, die aktuell wöchentlich in den gekoppelten Märkten Deutschland, Belgien, Niederlande, Frankreich, Schweiz und Österreich mit rund 1.400 Megawatt ausgeschrieben werde.

Investitionskosten von rund zehn Mio. €

Errichtet wurde der Speicher in einem modernen Funktionsbau auf einer ehemaligen Industriebrache. Die Gesamtkosten für die Errichtung der Anlage, die aus 4.008 Lithium-Ionen-Modulen von Samsung SDI, fünf Transformatoren und fünf Wechselrichtern besteht, beziffert Thüga auf rund zehn Mio. €. Der Batteriespeicher wird den Angaben zufolge durch das Sächsische Wirtschaftsministerium mit Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von einer Mio. € gefördert.

Neben der eins mit 51 Prozent ist auch die Thüga Erneuerbare Energien (THEE) mit 49 Prozent an dem Projekt beteiligt. Für die THEE war es eine strategische Entscheidung, auch in Speichertechnologien zu investieren. „Bislang bauen und betreiben wir vor allem Windparks. Aber nicht immer weht der Wind“, sagte Thomas Walther, Geschäftsführer der THEE. „Deswegen ist es nur logisch, dass wir uns für Residuallast und damit beständige Energieversorgung engagieren.“ Durch den Speicher würden jährlich rund 46.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart, die sonst in einem konventionellen Kraftwerk anfallen würden.

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