Greenpeace Energy: Post-EEG-Anlagen steigern Windenergieanteil am Strommix

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Symbolbild (Quelle: Sabine Vielmo / Greenpeace Energy)

Greenpeace Energy steigert seinen Windenergie-Anteil am Strommix – nicht zuletzt dank Investitionen in Post-EEG-Projekte. Mit 53 Prozent werde mehr als die Hälfte des von der Energiegenossenschaft gelieferten Stroms im Jahr 2021 aus Windenergieanlagen stammen, heißt es bei Greenpeace Energy. Insgesamt werde man nach eigenen Prognosen 260 GWh Windstrom beschaffen. Rund 100 GWh davon kommen aus deutschen Windparks, die keine EEG-Förderung mehr erhalten.

„Wir leisten so einen doppelten Beitrag zum Klimaschutz, indem wir besonders viel wertvollen Windstrom anbieten und gleichzeitig ältere Windparks vor der Abschaltung bewahren“, sagt Sönke Tangermann, Vorstand bei Greenpeace Energy. Windpark-Betreiber verkaufen dabei ihren Strom über Power Purchase Agreements (PPA) an Greenpeace Energy. Sie erhalten einen vertraglich vereinbarten Festpreis, durch den sie ihre Anlagen unabhängig von den Entwicklungen an der Strombörse wirtschaftlich weiterbetreiben können. Vorteil für die Verbraucher sei, dass die beschafften Strommengen anders als bei EEG-Strom nachprüfbar als Ökostrom gekennzeichnet.

Bereits 2018 und 2019 hatte der Windstrom-Anteil im Strom-Mix von Greenpeace Energy über 50 Prozent gelegen. Allerdings sei der gesamte Stromabsatz der Energiegenossenschaft aktuell wegen „stark gestiegener Kundenzahlen“ deutlich größer als damals. Waren es 2018 noch insgesamt 384 GWh, so dürfte sich der Absatz 2021 auf dann 488 GWh erhöhen. „Obwohl wir in kurzer Zeit stark gewachsen sind, können wir die hohe Qualität unseres Ökostroms halten und die Lieferungen aus deutschen Windparks sogar kräftig ausbauen“, sagt Johann Schmidt, Leiter der Energiewirtschaft bei Greenpeace Energy.

100 GWh als „Spitzenwert, der in der Energieanbieter-Branche seinesgleichen sucht“

Die 100 beschafften GWh rein aus heimischen Windkraftanlagen seien „ein Spitzenwert, der in der Energieanbieter-Branche seinesgleichen sucht“, ergänzt Tangermann. Hierfür habe Greenpeace Energy allein bei der Enercon-Tochter Quadra Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 80 MW für eine Laufzeit von drei Jahren unter Vertrag genommen. Daneben liefern mehrere kleinere Windparks und Solaranlagen Ökostrom per PPA an Greenpeace Energy. „Weitere langfristige Abnahmeverträge sind in Planung, so dass sich der Windstromanteil bei der Energiegenossenschaft sogar noch über die bisherigen Prognosen hinaus erhöhen könnte“, heißt es weiter.

Umfassende Hintergründe zur Post-EEG-Phase im EUWID-Portal:

 

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