Greenpeace Energy kippt Pläne für Windgas-Erzeugungsanlage

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Die Energie-Genossenschaft Greenpeace Energy will entgegen ursprünglicher Pläne nun doch keine Windgas-Erzeugungsanlage im niedersächsischen Suderberg errichten. Das habe der Aufsichtsrat in einer einstimmigen Entscheidung beschlossen, teilte Greenpeace Energy mit. Eine Neubewertung der notwendigen Investitionen und der unternehmerischen Risiken hätten diese Entscheidung notwendig gemacht. Der Bau einer eigenen Windgasanlage sollte durch den Förderbeitrag des Gasprodukts proWindgas sowie die Aufnahme von Fremdkapital finanziert werden. Die Einspeisung von Windgas in das Gasnetz bleibe trotzdem ein erklärtes Unternehmensziel, betonte die Genossenschaft. Die entsprechenden Pläne hatte Greenpeace Energy erst im September vorgestellt. Die Inbetriebnahme der Anlage war für Ende 2013 vorgesehen. Das Erdgastransportunternehmen Gasunie wäre als Partner für die Einspeisung von Windgas in das überregionale Erdgastransportnetz verantwortlich gewesen. Die Genossenschaft hätte den Bau und den Betrieb der Anlage übernommen. Windgas entsteht durch Nutzung von Ökostrom – insbesondere aus Windkraftanlagen -, um Wasserstoff zu erzeugen. Dabei wird Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Der Wasserstoff wird dann in das bestehende Gasnetz eingespeist, wo er sich mit dem vorhandenen Erdgas vermischt. Die Technologie könnte den volatilen Windstrom speicherbar machen und so einen Beitrag zur Energiewende leisten. Für Greenpeace Energy sei Windgas ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Energiewende. Erklärtes Ziel der Genossenschaft sei weiterhin, den Bau von Elektrolyseuren zum Aufbau der Wasserstoffproduktion voranzutreiben. Hierzu will Greenpeace Energy in den nächsten Monaten verschiedene Alternativen prüfen, bei denen die Kosten und Risiken auf mehreren Schultern verteilt sind. Mögliche Optionen wären, dass sich Greenpeace Energy an einem bereits in der Planung befindlichen Bauprojekt zur Errichtung eines Elektrolyseurs beteiligt oder einen oder mehrere Partner findet, mit denen sich ein neues Projekt realisieren lässt, hieß es weiter.


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