Angesichts der Herausforderungen des Klimaschutzes werden auch für die energetische Quartiers- und Arealversorgung zunehmend intelligente Versorgungsstrukturen auf der Grundlage erneuerbarer Energien benötigt. Dem Energieunternehmen Enertrag hat dies nun einen interessanten Auftrag beschert: Das Unternehmen Euromovement will das geplante Gewerbe- und Industriegebiet Green Areal Lausitz (GRAL) auf dem ehemaligen Flugplatz Drewitz gemeinsam mit Enertrag energetisch entwickeln. Ein entsprechender Kooperationsvertrag wurde jetzt unterzeichnet.

Die Zusammenarbeit umfasst die gemeinsame Planung bis zur Genehmigung, den Bau und Betrieb der Erneuerbare-Energien-Anlagen (EE-Anlagen), die Energieversorgung von Industrie und Gewerbe sowie die Schaffung „zusätzlicher Energiesystemoptionen“, heißt es in einer Mitteilung der Unternehmen. Der Strombedarf für das Green Areal Lausitz soll ausschließlich durch Strom aus EE-Anlagen gedeckt werden, lautet die Kernanforderung an das Konzept. „Der Grünstrom auf dem Areal soll klimafreundlich auch in anderen Sektoren, wie etwa Wärmeversorgung, genutzt werden.“ Ziel sei eine „größtmögliche lokale Energieversorgung des Green Areal Lausitz aus erneuerbarer Energie“. Nicht vor Ort genutzter Strom soll in das öffentliche Netz eingespeist werden.

Visualisierung Industrie- und Gewerbepark auf dem ehemaligen Flugplatz Drewitz (Bildquelle: Euromovement)

„Hier bietet sich die Möglichkeit, ganz konkret zu zeigen, wie ein grünes Energiekonzept auf einem Industrie- und Gewerbegebiet aussehen kann und welchen Nutzen es für den Standort, Gewerbetreibende, Beschäftigte und das Klima bringen kann“, sagt Gunar Hering, Vorstandsmitglied der Enertrag AG. 35 Prozent der Gesamtfläche von ca. 209 Hektar des ehemaligen Flugplatzes sind demnach vorgesehen für die Erzeugung von erneuerbarer Energie (Windenergie, Photovoltaik, Infrastrukturen und Wärmesysteme basierend auf erneuerbaren Energien). Dadurch soll das Gewerbegebiet CO2-neutral betrieben werden. 

Gutes Drittel der Arealfläche für Erneuerbare und Infrastrukturen

Dach- und Fassadenbegrünungen seien für Unternehmen, die sich an dem Standort ansiedeln wollen, obligatorisch. Um dem Ökologiekonzept konsequent gerecht zu werden, plant Euromovement zudem zur Vervollständigung der konzeptionellen Produktionskette die CO2-neutrale Logistik für Waren und Produktionsmittel und will den Güterverkehr „vornehmlich erneuerbar, also elektrisch, umsetzen“, wie es heißt. Daher plane Euromovement für den Güterverkehr, aber auch für sich ansiedelnde Bahnlogistiker, einen Umschlagebahnhof (Railport) von 800 m Länge. (Quelle für Beitragsbild: Euromovement)

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