Graforce stellt neues Verfahren zur Wasserstofferzeugung vor

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Plasmalyseur von Graforce
Quelle: Graforce GmbH

Das Berliner Unternehmen Graforce Hydro GmbH hat ein neuartiges Verfahren zur Wasserstoffherstellung entwickelt. Nach Unternehmensangaben kann mit dem Plasmalyse-System Wasserstoff zu einem Preis von drei Euro je Kilogramm erzeugt werden, bisherige auf dem Markt verfügbare Elektrolyse-Verfahren erzeugen Wasserstoff den Angaben zufolge für sechs bis acht Euro je Kilogramm. Außerdem entfalle die bisher nötige Vorreinigung des Wassers, so dass auch verunreinigtes Wasser zur Anwendung kommen könne. Graforce will am 17. Oktober in Berlin eine Demonstrationsanlage vorführen.

Die Technologie des Plasmalyseurs beruht Graforce zufolge auf einer veränderten Einflussnahme von Strahlungsenergie auf Materie. In einem hochfrequenten Plasmaprozess entstehen infolge von Elektron-Molekül-Wechselwirkungen reaktive Spezies, die bereits unter Umgebungstemperatur Reaktionen initiieren, die sonst erst bei wesentlich höheren Temperaturen ablaufen. Bei der Plasmalyse wird Wasser (H2O) mit Hilfe von elektrischem Strom in Sauerstoff (O) und Wasserstoff (H2) gespalten. Wird dabei regenerativer Strom verwendet, ist die Wasserstoff-Herstellung vollständig klimaneutral und schadstofffrei möglich – genau wie die anschließende Wiederverwendung von Wasserstoff.

Das Verfahren kann zur Speicherung von regenerativ erzeugtem Strom als Wasserstoff (Power-to-Gas) oder zur Produktion von E-Gas für den Verkehrssektor eingesetzt werden. Als E-Gas wird ein künstlich hergestelltes Gemisch aus „grünem“ Wasserstoff und „grünem“ Methan bezeichnet. Weitere mögliche Anwendungsfelder sind die Veredelung von Erdöl, die Wasseraufbereitung sowie die Herstellung von Düngemitteln.

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