Geschäftsmodell Elektromobilität: Energiewirtschaft wird aktiver

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Die Elektromobilität bietet der Energiewirtschaft eine Vielzahl von Chancen, sei es im Bereich des Betriebs von Ladeinfrastrukturen oder in der Bereitstellung von Autostrom. Gerade erst hat der Münchner Energiedienstleister Green City Energy eine Mehrheitsbeteiligung an der Wunjoo GmbH, einem Anbieter von E-Mobilitätslösungen bekannt gegeben. Und nun meldet die Energiegenossenschaft Greenpeace Energy, dass sie gemeinsam mit dem Ladestationsanbieter wallbe und dem Mobilitätsdienstleister PlugSurfing das Thema Elektromobilität voranbringen will.

Kunden von Greenpeace Energy erhalten demnach Sonderkonditionen beim Kauf einer Ladestation von wallbe, um ihr Elektroauto zu Hause mit Ökostrom von Greenpeace Energy aufzuladen. Um auch an öffentlichen Ladestationen tanken zu können, gibt es für Greenpeace-Energy-Kunden zudem den PlugSurfing-Ladeschlüssel, mit dem sich Elektroautos an mehr als 6.000 Ladepunkten in Deutschland aufladen lassen.

Kooperation mit wallbe soll schnelles Aufladen zu Hause attraktiv machen

Noch ist die Elektromobilität in Deutschland nicht wirklich ein großes Geschäft. Aber die Dynamik rund um das Thema nimmt spürbar zu. Die Bundesregierung geht davon aus. dass die Anträge für die Kaufprämie in den Jahren 2018 und 2018 „signifikant“ ansteigen werden. Und der Ausbau der Ladeinfrastruktur nimmt auch zunehmend Schwung an. Erst am Freitag hat der Bundesrat der Ladesäulenverordnung zugestimmt, von der sich unter anderem die kommunalen Unternehmen weitere Spielräume, auch in der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle erhoffen. „Unsere Kunden fragen uns immer häufiger nach neuen Angeboten zur Elektromobilität“, sagt Nils Müller, Vorstand von Greenpeace Energy. Mit der jetzt gestarteten Kooperation ergänze Greenpeace Energy sein bisheriges Angebot im Bereich der erneuerbaren Mobilität. Bereits seit 2011 kooperiert das Unternehmen mit dem Carsharing-Anbieter cambio. In Hamburg und in Köln erweitern Elektroautos, die mit Ökostrom von Greenpeace Energy unterwegs sind, das Angebot von cambio. Seinen Klimavorteil kann das Elektroauto nur ausspielen, wenn der Fahrstrom erneuerbar ist, betont Greenpeace Energy. Die Kooperation mit wallbe soll es den Stromkunden der Energiegenossenschaft ermöglichen, auch zu Hause auf ein schnelles Aufladen setzen zu können. Die wallbe-Modelle Eco 2.0 und Pro in den Leistungsklassen 3,7 kW, 11 kW und 22 kW können die Greenpeace Energy Kunden nunmehr zum Spezialpreis erwerben.

„Wir möchten Elektroautofahrern die Reichweitenangst nehmen“

Ergänzt wird das Angebot durch die Kooperation mit dem Mobilitätsdienstleister PlugSurfing. Mit dem Ladeschlüssel von PlugSurfing und der dazugehörigen App erhalten Greenpeace-Energy-Kunden ab sofort Zugang zu rund 6.000 Ladepunkten in Deutschland und mehr als 40.000 in Europa. Die App zeigt alle verfügbaren Ladestationen in der Umgebung samt Betreibern und Ladepreisen an. Der Ladevorgang kann entweder mit der App oder dem Ladeschlüssel gestartet werden. PlugSurfing übernimmt die Abrechnung und verschickt monatlich eine Rechnung. Der Ladeschlüssel selbst ist für Kunden von Greenpeace Energy kostenlos. Sie zahlen ausschließlich je Ladevorgang, es falle keine monatliche Grundgebühr an. Die Kosten für die Ladevorgänge unterscheiden sich je nach Anbieter. „Wir möchten Elektroautofahrern die sogenannte Reichweitenangst nehmen. Mit unserer App und dem Ladeschlüssel erhält man Zugriff auf die Ladestationen aller großen Anbieter in Deutschland und Europa“, erklärt Jacob van Zonnefeld, einer der Gründer von PlugSurfing.

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