Gemeinsame Ausschreibung erneut ohne Windgebote

315
Bildnachweis: Marco2811 / Fotolia

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat die erfolgreichen Gebote aus der gemeinsamen Ausschreibung für Solar- und Windenergieanlagen an Land zum Gebotstermin 1. April 2020 bezuschlagt. Die Gebote haben sich ausschließlich auf Solaranlagen bezogen. Für Windenergieanlagen wurden erneut keine Gebote abgegeben.

Für den Solarbereich wurden 113 Gebote im Umfang von 553.169 kW fristgerecht eingereicht. Die ausgeschriebene Menge von 200.000 kW war erneut deutlich überzeichnet. Es mussten 12 Gebote (24.284 kW) aufgrund von Formfehlern ausgeschlossen werden. Insgesamt bezuschlagte die Bundesnetzagentur 30 Gebote mit einer Leistung von 203.721  kW.

Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschlagswerte liegen zwischen 4,97 ct/kWh und 5,61 ct/kWh (Vorrunde 4,88 bis 5,74 ct/kWh). Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert (vor Eingang der Zweitsicherheiten) beträgt in diesem Verfahren 5,33 ct/kWh. Damit liegt der Durchschnittswert etwas unterhalb des Vorrundenwertes von November 2019 (5,40ct/kWh), aber oberhalb des Durchschnittswertes für die letzte technologiespezifische Solarausschreibung im März 2020 (5,18 ct/kWh).

Die erfolgreichen Gebote verteilen sich auf Flächen in zehn Bundesländern, darunter insbesondere Bayern (75.476 kW für 10 Zuschläge), Saarland (40.000 kW für 4 Zuschläge), Brandenburg (35.281 kW für 2 Zuschläge) und Sachsen-Anhalt (23.907 kW für 4 Zuschläge).

Besonderes Vorgehen aufgrund von Corona:

Aufgrund der Corona-Pandemie wird entgegen dem üblichen Vorgehen die Zuschlagsentscheidung zunächst nicht im Internet bekanntgegeben. Zugunsten der erfolgreichen Bieter beginnen damit wichtige Fristen nicht zu laufen. Nach Beruhigung der Lage wird die Bekanntgabe nachgeholt.   

Lesen Sie auch:

Trotz Corona: Nächste Ausschreibungsrunde für Wind, Solar und KWK gestartet

Beitragsbild: Marco2811 / Fotolia

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein