Gebrauchte Fahrzeugakkus dienen als Schnellladestationen

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Schnellladestation mit
Quelle: Renault

Renault und der britische Energiespeicherspezialist Connected Energy haben zwei Schnellladestationen mit „E-Stor“-Technologie an Autobahnen in Belgien und Deutschland errichtet, die aus gebrauchten Fahrzeugakkus bestehen. Wie die Renault Gruppe mitteilte, zeichnet sich das in Containerbauweise errichtete „E-Stor“-System dadurch aus, dass die Akkus der Ladestation mit einer niedrigen Leistung geladen werden, den Strom an die Elektrofahrzeuge aber schneller abgeben können.

Perspektivisch könnten die Ladestationen auch mit Strom aus Solar- oder Kleinwindkraftanlagen betrieben werden, was die Klimabilanz von Elektrofahrzeugen weiter verbessern würde. Zudem können Schnellladestationen mit „E-Stor“-Technologie auch dort errichtet werden, wo die Verlegung von Starkstromleitungen sehr teuer wäre, teilte Renault mit. Das „E-Stor“-System sei einfach und günstig zu installieren, so dass es zum Ausbau eines Schnellladenetzes in Europa beitragen könne. Gegenwärtig befinde sich Connected Energy im Gespräch mit potenziellen Partnern in Großbritannien und dem restlichen Europa und erwartet in den nächsten Monaten eine breite Einführung der Technologie.

Renault trägt seinen Teil zur Energiewende bei, indem der Automobilhersteller die Akkus seiner Fahrzeuge als stationäre Energiespeicher wiederverwendet. Fahrzeugbatterien haben Renault zufolge eine Lebensdauer von rund acht Jahren. Danach hätten sie aber noch genug Kapazität, um in stationären Speichern genutzt werden zu können. Dadurch könne ihre Lebensdauer vor dem Recycling verlängert werden, so das Unternehmen. Insbesondere aus diesem Grund verkaufe Renault seine Elektrofahrzeuge ohne Akkus, die dann gegen eine monatliche Gebühr gemietet werden können.

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