Freiflächen-Photovoltaik: juwi kehrt an deutschen Markt zurück

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Quelle: juwi

Der rheinland-pfälzische Projektentwickler juwi hat sich nach rund vier Jahren Pause am deutschen Solarmarkt zurückgemeldet. Wie das Unternehmen berichtet, hat man bei der kürzlich beendeten Ausschreibungsrunde der Bundesnetzagentur zum Gebotstermin 1. Februar 2018 den Zuschlag für vier Freiflächenprojekte mit einer Gesamtkapazität von 89 MW erhalten. Das entspricht fast 45 Prozent der Gesamtausschreibungsmenge von 200 Megawatt. „Mit diesem Erfolg steigen wir nun wieder in das deutsche Solargeschäft ein“, kommentierte juwi-Vorstand Michael Class das Ergebnis.

Vor allem gesunkene Solarmodulpreise hätten dazu geführt, dass auch größere Solarprojekte auf Freiflächen nun wieder wirtschaftlich umgesetzt werden könnten. „Wir sehen, dass der Solarmarkt insgesamt Fahrt aufnimmt“, sagte Class. Man blicke positiv auf die kommenden Jahre, „auch weil einige Bundesländer Acker- und Grünlandflächen wieder für die Solarenergienutzung geöffnet haben.“ In Bayern und Baden-Württemberg sind entsprechende Flächen für die Solarenergienutzung verfügbar. Gerade in Bayern wurden hier viele Zuschläge erteilt.

Heimatmarkt nach EEG-Einschnitten den Rücken gekehrt

Bis zur großen deutschen Solarkrise im Jahr 2012 hatte juwi zu den führenden deutschen Entwicklern von Solarparks im Kraftwerksmaßstab gezählt. Nachdem die damalige Bundesregierung überraschend die EEG Reglungen für Freiflächen geändert hatte, kam das Segment nahezu komplett zum Erliegen. In der Folge konzentrierte juwi seine Solaraktivitäten auf ausländische Märkte. In den USA, Südafrika, Australien, Indien, Japan und Südostasien baut das Unternehmen seitdem große Freiflächenanlagen. Bislang hat juwi im Solarsegment nach eigenen Angaben weltweit circa 1.600 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 2.300 Megawatt ans Netz gebracht.

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Quelle: EUWID

Erfolg für juwi auch bei Windkraftausschreibungen

Auch im Bereich Wind onshore konnte juwi sich in der aktuellen Gebotsrunde mit seinen Projekten durchsetzen. Erstmals durften ausschließlich Projekte mit einer gültigen Genehmigung nach Bundesimmissionsschutzgesetz teilnehmen, was sich im Ergebnis „deutlich bemerkbar“ gemacht habe. Juwi erhielt einen Zuschlag für die drei rheinland-pfälzischen Projekte Schneeberger Hof/Windhübel, Schwegenheim II und Gundersweiler sowie das Projekt Mohlis in Thüringen. Damit sichert sich das Unternehmen die EEG-Vergütung für zwölf Anlagen mit insgesamt mehr als 40 MW Leistung.

Ausschreibungen: Solarprojekt erhält Zuschlag für Gebotspreis von 3,86 ct/kWh

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