Fraunhofer Umsicht erzielt Durchbruch bei Redox-Flow-Batterien

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Forscher von Fraunhofer Umsicht haben eine 3,2 m² große Bipolarplatte entwickelt, die den Bau großskaliger Redox-Flow-Batterien ermöglicht. Wie das Institut mitteilte, bietet die mit der Saueressig GmbH + Co. KG gemeinsam produzierte Platte eine Leitung von ca. 5 kW (Peak) pro Zelle und ermöglicht als Stack mit 70 Zellen ca. 350 kW (Peak) Leistung. Ein Redox-Flow-System mit drei Stacks komme so auf eine Leistung von insgesamt einem MW und eine Kapazität von zehn MWh. Damit könnten einen Tag lang bis zu 1.000 Haushalte mit Strom versorgt werden. Die Technologie will Fraunhofer Umsicht auf der Energy Storage in Düsseldorf vorstellen. Die Platte ist nach Angaben des Instituts in ihrer Größe bisher einzigartig und stellt eine Schlüsseltechnologie für große Redox-Flow-Batterien dar. Das verwendete neuartige Bipolarplattenmaterial werde heute schon in kleinen Redox-Flow-Stacks des Fraunhofer-Start-ups Volterion eingesetzt und im Feld erprobt. Das Ziel von Fraunhofer Umsicht ist, in Zukunft nicht nur eigene Großstacks mit dieser neuartigen Bipolarplatte zu realisieren, sondern eine weltweite Vermarktung mit Partnern der Industrie. Da sich Redox-Flow-Batterien im Gegensatz zu Lithiumzellen auch mit sehr großen Zellen realisieren lassen, bieten sie ökonomische Vorteile. „Die meisten der benötigten Komponenten einer Redoxzelle sind bereits ausreichend großskalig erhältlich bzw. prinzipiell produzierbar“, erklärte Professor Christian Doetsch, Leiter des Bereichs Energie bei Fraunhofer Umsicht. „Den Flaschenhals stellen bisher die Bipolarplatten dar.“ Denn erst mit Bipolarplatten könnten aus Einzelzellen die notwendigen Stacks zusammengefügt werden, um diese anschließend zur Batterie zu konfigurieren. Weltweit werde mit einem hohen finanziellen Aufwand an diesem Problem geforscht.

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