Fraunhofer ICT will Großspeicher an Windenergieanlage koppeln

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Das Fraunhofer Institut für Chemische Technologie (ICT) baut in Pfinztal-Berghausen bei Karlsruhe ein 100 m hohes Windrad auf. Den in der Windenergieanlage erzeugten Strom wollen die Wissenschaftler in „Deutschlands größter Batterie“ speichern, heißt es seitens des Instituts. Im Rahmen des Projekts „RedoxWind“ werde ein Redox-Flow-Großbatteriespeicher entwickelt, der direkt an den Gleichstromzwischenkreis der Windenergieanlage gekoppelt werde.

Diese Einheit aus Energieerzeuger und Batteriespeicher soll als Pilotanlage auf dem Gelände des Fraunhofer ICT in Pfinztal entstehen. Die Batterie verfüge über zwei MW Leistung und 20 MWh Kapazität, während die Windenergieanlage zwei MW Leistung habe und einen Rotordurchmesser von 82 m. Das Augenmerk liege hierbei zum einen auf der Anpassung der Windenergieanlage an den Betrieb der Großbatterie, vor allem aber auf dem Hochskalieren der Redox-Flow-Technik vom Labormaßstab auf industriell kostengünstig zu fertigende Stacks mit mehreren kW Leistung. In dem Projekt werde besonderer Wert auf die Nutzung von Synergien der Windenergieanlage und der Batterie gelegt.

Der Redox-Flow-Batteriespeicher werde direkt an den Gleichstromzwischenkreis der Windenergieanlage gekoppelt. Diese direkte Anbindung spare gegenüber einer netzseitigen Kopplung zum einen den Umweg über Wechselstromwandlung und zurück, zum anderen verringerten sich die Investitionskosten der Umrichtertechnik. Ein solcher Verbund aus Windenergieanlage und Batterie wäre in der Lage eine autarke Stromversorgung von Insellösungen, Unternehmen oder Energiedörfern bereitzustellen. Das Projekt wird den Angaben zufolge zu gleichen Anteilen durch das Land Baden-Württemberg und das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.

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