Es gibt sie, die einflussreichen Frauen, die mit ihrem Input und Engagement der Energiewende ihren Stempel aufdrücken. Aber ihre Zahl ist viel zu gering. Eine von ihnen ist Claudia Kemfert. Und im Gespräch mit EUWID erklärt sie, warum die Unternehmen gut beraten wären, stärker auf Frauen zu setzen. Ohne Frauen fehle den Unternehmen Diversifikation, merkt Kemfert an. Ergebnis: Potenziale bleiben ungenutzt – zum Schaden der Firmen. „Es ist unverständlich, warum die wirtschaftlichen Chancen ungenutzt bleiben.“

Das Thema Frauen in der Energiewirtschaft ist für uns diesmal das Titelthema von EUWID Neue Energie 48/2017. Zahlen, die das DIW Berlin ausgewertet hat, zeigen die Dringlichkeit dieser Themensetzung. Der Anteil von Frauen in den Vorständen der Top-50-Energieunternehmen liegt demnach bei unter sechs Prozent. Dem gegenüber steht eine Frauenquote von immerhin 30 Prozent bei den insgesamt beschäftigten Personen. In einem Gespräch mit EUWID bekräftigt Prof. Dr. Claudia Kemfert die Bedeutung von Frauen für den gesamten Unternehmenserfolg.

Geothermie-Experte Horst Rüter zum Potenzial der
Geothermie für die Sektorkopplung

EUWID Neue Energie 48/2017 ist am 29. November erschienen.

Bei einem weiteren EUWID-Interview, das Sie in der vorliegenden Ausgabe finden, geht es um ein ganz anderes Thema. Geothermie-Experte Horst Rüter stellt sich den Fragen der Redaktion zum Thema Tiefe Geothermie. Anders als etwa das rheinland-pfälzische Umweltministerium sieht Rüter erhebliche Potenziale der Geothermie im Bereich der Geothermie, weniger im Stromsektor als im Wärmebereich. Kritisch äußert er sich zu einer Sektorkopplung, die auf eine einseitige Elektrifizierung der Bereiche Strom, Wärme und Verkehr ausgerichtet ist. „Sektorkopplung kann man auch richtig machen“, sagt Rüter.

Alle Themen von EUWID Neue Energie 48/2017 im Überblick.

Auch die Bioenergiebranche muss mit manchem Gegenwind klarkommen. Die Stimmung in der Branche hat sich zuletzt aber aufgehellt. Das zeigt die Konjunkturumfrage von Carmen unter Unternehmen der NawaRo-Branche. Lesen Sie den Bericht zur Umfrage im aktuellen Heft.

 

 

Auf folgende Berichte möchten wir Sie diesmal besonders aufmerksam machen:

1. BSW-Solar will mit 10-Punkte-Papier Markt für Solarstromspeicher weiter öffnen und beleben

Ein 10-Punkte-Papier zum Abbau von Marktbarrieren für Solarstromspeicher hat der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) jetzt veröffentlicht. Es soll der Politik als Richtschnur für die neue Legislaturperiode dienen, teilte der BSW-Solar mit.

2. EWE erreicht Meilenstein bei der Entwicklung des weltweit größten Batteriespeichers

Die EWE Gasspeicher GmbH ist ihrem Ziel, im Rahmen des Projekts „brine4power“ den weltweit größten Batteriespeicher in Salzkavernen zu bauen, einen Schritt näher gekommen. Wie das Unternehmen mitteilte, wurde bei der Entwicklung ein wichtiger Meilenstein erreicht. Lesen Sie hier über den Fortschritt des Projekts.

3. Bericht: Wettbewerb auf den Strom- und Gasmärkten entwickelt sich positiv

Der Wettbewerb auf den Strom- und Gasmärkten entwickelt sich weiterhin positiv, sowohl
im Bereich der Erneuerbaren-Ausschreibungen als auch auf Seiten der Verbraucher.
Das geht aus dem jetzt von Bundeskartellamt und Bundesnetzagentur (BNetzA)
vorgelegten Monitoringbericht 2017 hervor.

4. Dritte Onshore-Ausschreibung deutlich überzeichnet -Durchschnittlicher Zuschlagswert bei 3,8 ct/kWh

Die Bundesnetzagentur hat vergangene Woche die Ergebnisse der dritten Ausschreibungsrunde für Windenergieanlagen an Land veröffentlicht. Der durchschnittliche Zuschlagswert liegt bei 3,8 Cent pro Kilowattstunde. In den vorangegangenen Ausschreibungen lag der durchschnittliche Wert noch bei 4,28 ct/kWh (August 2017) und 5,71 ct/kWh (Mai 2017). Zu den weiteren Ergebnissen und der Kritik aus der Branche lesen Sie hier weiter.

 

 

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