Forschungsprojekt: Wie schlägt sich Dünnschicht-PV in unterschiedlichen Klimazonen?

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Ein mehrjähriges Forschungsprojekt untersucht den Energieertrag von Dünnschicht-Solarmodulen zur Stromerzeugung in verschiedenen Klimaregionen weltweit.

Die Forschungsarbeiten von TÜV Rheinland, Universität Oldenburg und Forschungszentrum Jülich sollen die Frage beantworten, inwieweit sich klimatische Faktoren auf den Energieertrag von Dünnschicht-Modulen auswirken, berichtet der TÜV Rheinland. Hierzu bauen die Fachleute unter anderem fünf Testfelder auf, führen Vergleichsmessungen des Energieertrags durch und entwickeln Modelle zur Ertragsprognose.

Die Auswahl der Projektstandorte orientiert sich am globalen Netzwerk der Photovoltaik-Prüflabore des TÜV Rheinland, die einen großen Bereich in der weltweiten Klimaklassifizierung abdecken: Köln mit gemäßigtem Klima, das italienische Ancona mit Mittelmeerklima, Wüstenklima in Tempe im US-amerikanischen Bundesstaat Arizona sowie das indische Chennai mit tropischem und Yokohama in Japan mit subtropischem Klima. Analysiert werden die Besonderheiten der verschiedenen Dünnschichttechnologien im Hinblick auf Klimaeffekte, saisonale Effekte, Schwachlichtverhalten, Temperaturverhalten sowie Spektralverhalten. Auch die Stärken und Schwächen gegenüber kristallinen Modultechnologien werden analysiert. Das Projekt läuft bis Herbst 2016 und wird vom deutschen Bundesumweltministerium gefördert. Einen weiteren Schwerpunkt des Projektes bildet die Modellierung von Klimadaten. Diese erfolgt auf Basis von Satellitendaten sowie terrestrischen Strahlungsmessdaten. Aus dem Monitoring an den Standorten steht hierzu umfassendes meteorologisches Datenmaterial zur Verfügung. Für die verschiedenen Klimaregionen wollen die Forscher Referenzdatensätze ableiten, um verbesserte Modelle zur Berechnung des Energieertrages von Dünnschicht-Solarmodulen zu entwickeln. Diese Modelle greifen auf Leistungsdaten zurück, die im Labor gemessen werden, berücksichtigen aber auch die verschiedenen Klimafaktoren.

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