Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) entwickelt die Bioenergieförderung im Rahmen des Sondervermögens Energie- und Klimafonds (EKF) weiter. Dazu hat das Ministerium jetzt seine Förderschwerpunkte für Forschung und Entwicklung angepasst, um sie noch stärker nach dem Grundsatz auszurichten, Bioenergie künftig vor allem dort einzusetzen, wo sie besondere Stärken hat.

Im Fokus steht die Anpassung an forschungspolitische Ziele wie Klimaschutz, Effizienz, Dezentralität, Sektorkopplung und weitere Aspekte, berichtet die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). Zu den neu aufgenommenen bzw. vorrangigen Forschungsthemen zählen:

  • Wärme aus Biomasse für industrielle Hoch- und Höchsttemperatur-Anwendungen,
  • Nutzung von Wertstoffen aus der Bioenergiegewinnung als Teil der Kreislaufwirtschaft, vor allem Gärrückstände und Aschen,
  • praxisrelevante Maßnahmen zur Emissionsminderung bei Biomasse-Feuerungen,
  •  Digitalisierung als Baustein einer bedarfsgerechten Anlagen- und Systemsteuerung und zur Eröffnung neuer Geschäftsfelder,
  • Weiterentwicklung von fortschrittlichen Biokraftstoffen unter besonderer Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien,
  • weitere Steigerung der Effizienz und Flexibilität der Bioenergieerzeugung sowie
  • Forcierung der kombinierten stofflich-energetischen Nutzung von biogenen Rohstoffen.

Schwerpunkt auf Systemintegration und Sektorkopplung

Die Themen werden nach wie vor zwei Förderschwerpunkten zugeordnet, die zum einen auf die Minderung von Treibhausgasemissionen, zum anderen auf die Systemintegration und Sektorkopplung bei der Bioenergiegewinnung zielen, heißt es seitens der FNR.

„Bioenergie ist einfach zu speichern und flexibel in allen drei Sektoren Strom, Wärme und Mobilität einsetzbar. Sie kann Energie kombiniert für mehrere Sektoren bereitstellen, etwa in Kraft-Wärme-Kopplung oder als gasförmiger Energieträger“, so Volker Niendieker, Referatsleiter für Energieangelegenheiten und Bioenergie des BMEL. Vor allem aber stärke die Bioenergie in besonderem Maße den ländlichen Raum, der im Fokus der energiebezogenen Forschungsförderung des Ministeriums stehe.

Bioenergie stärkt besonders den ländlichen Raum

Das Fördermittelbudget für die EKF-Bioenergie-Förderschwerpunkte unterliegt, so die FNR, derzeit den Regelungen der vorläufigen Haushaltsführung des Bundes. In den letzten drei Jahren betrug es jeweils zwischen 23,1 und 24,7 Mio. Euro. Die vollständigen überarbeiteten Förderschwerpunkte sowie Informationen zum Antragsverfahren stehen hier bereit.

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