FlixBus und Freudenberg planen Reisebusse mit Brennstoffzelle

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Freudenberg Sealing Technologies und FlixBus wollen Reisebusse mit Brennstoffzellenantrieb auf die Straße bringen.
Quelle: Freudenberg Sealing Technologies

Das Münchner Fernbusunternehmen Flixmobility GmbH, das unter der Marke FlixBus auftritt, und das Weinheimer Technologieunternehmen Freudenberg Sealing Technologies wollen gemeinsam Reisebusse mit Brennstoffzellenantrieb auf die Straße bringen. Wie Freudenberg Sealing Technologies mitteilte, ist die Erweiterung der Partnerschaft um einen Bushersteller geplant. Hierzu laufen den Angaben zufolge bereits erste Gespräche.

Zunächst soll in der Validierungsphase eine repräsentative Busflotte von 30 Fahrzeugen mit einem Hybridsystem, das Batterie- und Brennstoffzellen intelligent kombiniert, ausgerüstet werden. Zudem streben die beiden Unternehmen eine öffentliche Förderung im Rahmen des “Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie” (NIP) an. Dadurch soll sichergestellt werden, dass diese Technologie schnell Marktreife erlangt und so maßgeblich zur Reduzierung von CO2 im Straßenverkehr beiträgt. Neben dem Bus-Fernverkehr kann das Hybridsystem auch direkt für schwere Nutzfahrzeuge wie LKW genutzt werden.

FlixBus hat das Anforderungsprofil für seine Fahrzeuge klar umschrieben. Ohne nachzutanken sollen die Brennstoffzellen-Fahrzeuge mindestens 500 Kilometer am Stück zurücklegen. Das Auftanken selbst soll ähnlich wie heute höchstens 20 Minuten dauern, nur dass Wasserstoff statt Diesel in den Tank fließt.

Die Freudenberg-Gruppe ist bei der Erforschung alternativer Antriebskonzepte bereits Mitte der 1990er Jahre in die Entwicklung von Komponenten für Brennstoffzellen und Batterien eingestiegen und hat unter anderem serienreife Gas-Diffusions-Lagen (GDL) sowie Dichtungen für den Brennstoffzellen-Stack entwickelt. Anfang 2018 hat Freudenberg Sealing Technologies dieses über Jahrzehnte hinweg aufgebaute Know-how durch die Akquisition eines Brennstoffzellenherstellers strategisch ergänzt und gestärkt.

Zum gleichen Zeitpunkt erwarb das Unternehmen durch seine Beteiligung am US-amerikanischen Batterieherstellers XALT Energy auch in der Batterietechnik wichtige technologische Expertise. Mittlerweile hält Freudenberg Sealing Technologies an XALT Energy die Mehrheit. Die Kombination dieser beiden Technologien für saubere, leistungsfähige und wirtschaftliche Antriebe soll laut Freudenberg Sealing Technologies künftig in die breite Serienanwendung kommen.

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