Flexible Solarzelle erreicht 18,7 Prozent Wirkungsgrad

2510

Schweizer Forschern ist es gelungen, die Effizienz der Energieumwandlung von flexiblen Solarzellen aus Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid (kurz CIGS) auf einen Rekordwert von 18,7 Prozent zu steigern. Wie die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) Ende Mai bekannt gab, bedeutet der erzielte Wert eine wesentliche Verbesserung zum bisherigen Rekord von 17,6 Prozent, den das Empa-Team im Juni 2010 aufgestellt hatte. Die Messungen wurden den Angaben zufolge durch das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme in Freiburg unabhängig zertifiziert.

„Der neue Rekordwert für flexible CIGS-Solarzellen von 18,7 Prozent schließt nahezu die ‚Effizienzlücke’ zu den polykristallinen Siliziumsolarwafern oder CIGS-Zellen auf Glas“, sagte Ayodhya N. Tiwari, der Leiter des Empa-Forscherteams. Ein wesentlicher Vorteil von flexiblen Solarzellen seien ihre geringen Produktionskosten durch das „Roll-to-roll“-Produktionsverfahren. Zudem seien die flexiblen Zellen deutlich leistungsfähiger als die zurzeit handelsüblichen Solarzellen. Hinzu kämen Kostenvorteile bei Transport, Installation, Montagerahmen für die Module, wodurch eine signifikante Reduktion der so genannten „Balance-of-System“-Kosten erreicht werde. Nicht zuletzt böten flexible Dünnschicht-Solarmodule neuartige Anwendungsmöglichkeiten, etwa auf Hausfassaden, Solarfeldern oder bei tragbaren elektronischen Geräten.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein