Flächenanteil der Produktion von Bioethanol in Deutschland bei 0,86 Prozent

1947

Der Anteil der Ackerflächen, die im ersten Halbjahr in Deutschland für die Bioethanolproduktion genutzt wurde, beläuft sich auf 0,86 Prozent. Darauf weist der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) hin. Für die Erzeugung von Bioethanol aus Futtergetreide und Industrierüben wurden im ersten Halbjahr 2012 insgesamt 102.872 Hektar Ackerfläche genutzt, davon 85.425 für Futtergetreide und 17.447 für Industrierüben, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes. Zuletzt waren immer wieder Stimmen laut geworden, die ein Verbot der Bioethanolbeimischung fordern, da der Biokraftstoff Flächen für die Nahrungsmittelproduktion in Anspruch nehme und mitverantwortlich für den Anstieg der Getreidepreise sei. „Tatsächlich ist der Flächenbedarf für die Bioethanolerzeugung noch weit geringer“, sagte BDBe-Geschäftsführer Dietrich Klein. So werde für die Gewinnung von Bioethanol aus Futtergetreide der enthaltene Stärkeanteil und bei Industrierüben der Zuckeranteil durch Gärung genutzt. In integrierter Produktion würden zudem aus den übrigen Bestandteilen der Pflanzen in großem Umfang eiweißhaltige Futtermittel, Kraftfutter, Lebensmittel (Gluten, Hefe), aber auch Biogas und Biodünger gewonnen. „Üblicherweise sind dies zum Beispiel 0,7 bis 1,2 Tonnen Futter- und Lebensmittel pro Tonne Bioethanol“, so Klein weiter. Den Angaben zufolge ist die deutsche Bioethanolproduktion (für E5, Super E10, ETBE und E85) im ersten Halbjahr 2012 auf knapp 295.000 Tonnen gestiegen. Das entspricht gegenüber dem Vorjahreszeitraum einem Zuwachs von 50.917 Tonnen bzw. 21 Prozent. Dabei wurden laut BDBe 178.025 Tonnen aus Futtergetreide und 116.652 Tonnen aus Industrierüben hergestellt, die nicht für die Nahrungsmittelproduktion zugelassen sind. Die Rohstoffe werden im Fruchtwechsel angebaut. Den Mehrbedarf für die Kraftstoffsorte Super E10 im Zeitraum Januar bis Mai 2012 beziffert der Branchenverband auf etwas mehr als 54.000 Tonnen Bioethanol. Das entspreche einem Anteil von 0,14 Prozent an der deutschen Ackerfläche für diesen Zeitraum


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