Die Sicherstellung einer langfristigen Finanzierung der Fachagentur Windenergie an Land (FA Wind) ist Gegenstand eines gemeinsamen Briefes von rund 40 Verbänden und Unternehmen der Energiewirtschaft sowie Vertretern von Natur- und Umweltschutzverbänden, der vergangene Woche an die Bundesumweltministerin Svenja Schulze und den Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier versandt wurde. Die Verbände und Unternehmen fordern darin, die Finanzierung der FA Wind noch vor der Bundestagswahl langfristig sicherzustellen. (Titelbild: Rohulya – stock.adobe.com)

Die FA Wind genieße Achtung und Anerkennung als fachlicher und vermittelnder Ansprechpartner, sowohl seitens der Verbände und Unternehmen der Energiewirtschaft und der Länder, als auch der Vertreter von Natur- und Umweltschutzverbänden. Leider sei bis heute – entgegen der Ankündigung im 18-Punkte-Plan von Wirtschaftsminister Altmaier – noch keine langfristige Lösung zur Finanzierung dieser für alle Stakeholder so wichtigen Institution gefunden worden, heißt es in dem Schreiben, das heute veröffentlicht wurde.

Die zeichnenden Verbände und Unternehmen verweisen nochmals auf die Notwendigkeit, den Ausbau der erneuerbaren Energien zielstrebig und im gegenseitigen Austausch sowie auf Grundlage sachlich fundierter Informationen voranzubringen. Wobei die Windenergie an Land weiterhin das Last- und Zugpferd der Energiewende sei.

Die „Fachagentur zur Förderung eines natur- und umweltverträglichen Ausbaus der Windenergie an Land e. V.“ (FA Wind) leiste eine immens wichtige Arbeit, um die bestehenden Ausbauhemmnisse zu analysieren, ein breites Netzwerk verschiedenster Akteure zusammenzubringen und konsensfähige Lösungen zu erarbeiten. Diese Schlüsselposition als allseits anerkanntes Wissens- und Informationscluster basiere auf jahrelanger, integrer Arbeit und stets neutralen Auftretens eines hochqualifizierten Teams.

FA Wind hilft, vielschichtige Diskussionen um Windausbau zu versachlichen

Weiter heißt es in dem Schreiben: „Die Anerkennung und Achtung der FA Wind als fachlicher Ansprechpartner sowohl seitens der Verbände und Unternehmen der Energiewirtschaft / Windbranche und der Länder als auch der Vertreter von Natur- und Umweltschutzverbänden ist ein mühsam erreichtes Ergebnis dieser Arbeitsweise. Insbesondere in Zeiten zunehmender gezielter Desinformation ist es wichtig, die vielschichtigen Diskussionen rund um den Windenergieausbau zu versachlichen, die Wechselwirkungen neutral zu analysieren und die Beteiligten aufzuklären. Kommunikation und Information sind ein zentraler Schlüssel, um die Bevölkerung beim gesamtgesellschaftlichen „Projekt Energiewende“ mitzunehmen und für die dazu notwendige Akzeptanz zu sorgen.“

Es sei in der Verantwortung des BMWi als auch des BMU, diese zentrale Institution zu erhalten. Daher müsse die Finanzierung der Fachagentur Windenergie an Land noch vor der Bundestagswahl langfristig sichergestellt werden. Bereits jetzt wirke sich die ungeklärte Finanzierung durch Personalabgang aus – und das zu einem Zeitpunkt, zu dem die Expertise der FA Wind mehr denn je gebraucht werde. Anderenfalls werde riskiert, dass eine über Jahre mit Steuermitteln aufgebaute Institution personell, fachlich und strukturell so geschwächt wird, dass sie die unmittelbar anstehenden wichtigen Aufgaben nicht mehr sachgerecht bearbeiten kann.  

Die zeichnenden Verbände/Unternehmen:

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