EU-Wasserstoff-Gremium Clean Hydrogen Alliance startet

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Wasserstoff-Symbolbild
Quelle: malp - stock.adobe.com

Die Europäische Kommission hat am 8. Juli die Gründung einer Clean Hydrogen Alliance bekannt gegeben. Die Allianz vereint 18 CEO von führenden europäischen Industrieunternehmen, darunter Bosch, Siemens und SSAB, sowie 12 Vertreter aus Politik und Zivilgesellschaft. Das teilte die Sunfire GmbH mit, die als Mitglied nominiert wurde. Die Clean Hydrogen Alliance wird eine zentrale Rolle für den Markthochlauf und großflächigen Einsatz von sauberem Wasserstoff in Europa einnehmen und in den kommenden Monaten einen Gesamtprojektplan für Europa erarbeiten.

„Das vergangene Jahr war für die europäische Wasserstoffwirtschaft ein sehr wichtiges. Wir hatten die Gelegenheit, mit einer Reihe weltweit führender Unternehmen zusammenzuarbeiten, um den Markthochlauf von grünem Wasserstoff vorzubereiten. Und nun könnte 2020 als das Jahr des Wasserstoffs in die Geschichte eingehen“, sagte Nils Aldag, Managing Director von Sunfire. „Die Clean Hydrogen Alliance wird es uns ermöglichen, diese Zusammenarbeit auf die nächste Stufe zu heben und gemeinsam mit der Industrie großskalige Anlagen zur Erzeugung von grünem Wasserstoff aufzubauen.“

Die meisten industriellen Prozesse werden nach Ansicht von Sunfire noch bis 2050 und darüber hinaus von Brennstoffen und Gasen abhängen. Daher seien insbesondere grüner Wasserstoff und seine Folgeprodukte eine der wichtigsten Lösungen, um die industriellen Emissionen zu reduzieren und dem Zeitalter der fossilen Brennstoffe ein Ende zu bereiten. Viele der europäischen Industrieriesen zeigten die Bereitschaft, eine klimaneutrale Produktion Realität werden zu lassen. Aktuelle Projekte konzentrieren sich auf die Dekarbonisierung emissionsintensiver Prozesse, wie Raffinerien, Eisen- und Stahlproduktionsanlagen sowie die Herstellung von Flugtreibstoff.

Sunfire hat eine Vielzahl von Pilotprojekten in Deutschland und im Ausland gestartet: Das GrInHy-Projekt von Salzgitter verwendet grünen Wasserstoff zur Dekarbonisierung der energieintensiven Stahlproduktion. Zusammen mit Neste, Engie, CEA und Paul Wurth wurde das MultiPLHY Projekt entwickelt. Im Projekt entsteht der weltweit erste Hochtemperatur-Multi-Megawatt-Elektrolyseur, der grünen Wasserstoff zur Herstellung erneuerbarer Biokraftstoffe bereitstellt. Weiterhin hat das Dresdener Unternehmen zusammen mit drei Partnern vor Kurzem den Bau der ersten kommerziellen Anlage für die Erzeugung synthetischer Kraftstoffe auf Basis von grünem Wasserstoff in Norwegen bekannt gegeben.

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