EU-Kommission verhängt zunächst reduzierte Strafzölle auf Solarimporte aus China

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Die EU-Kommission hat Strafzölle auf den Import von Solartechnik aus China beschlossen. Wie die Behörde mitteilte, wurde eine zweimonatige Übergrangsfrist festgelegt, während derer durchschnittliche Zölle in Höhe von 11,8 Prozent erhoben werden. Nach Ablauf der Frist steigen die Strafzölle auf 47,6 Prozent im Durchschnitt. Die jetzt beschlossenen vorläufigen Antidumping-Zölle gelten ab dem 6. Juni für einen Zeitraum von maximal sechs Monaten. Die Kommission unterstreicht in einer Mitteilung ihre Bereitschaft, mit der chinesischen Seite eine Verhandlungslösung zu erreichen. "Der Entscheidung für die Zölle ist eine neunmonatige Untersuchung vorausgegangen, während der alle Beteiligten angehört wurden", betonte Handelskommissar Karel De Gucht. Während der vergangenen neun Monate hatte die Kommission eigenen Angaben zufolge Untersuchungen teils auch vertraulicher Unterlagen bei Unternehmen aus der Solarbranche in der EU und in China durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen gaben den Ausschlag für die Erhebung der Strafzölle. Gemessen am Wert der Einfuhren handelt es sich um das bedeutendste Antidumpingverfahren, das die Europäische Kommission je durchgeführt hat.

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